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Kirche engagiert sich
23. Februar 2019

Klima-Kollekte: Eine App für umweltschonendes Reisen

Mit Hilfe der App lässt sich vor allem die Belastung bei Reisen berechnen – mit dem Flugzeug, Pkw, Bus und der Bahn. Screenshot: YouTube/Klima-Kollekte Kompensationsfonds
Mit Hilfe der App lässt sich vor allem die Belastung bei Reisen berechnen – mit dem Flugzeug, Pkw, Bus und der Bahn. Screenshot: YouTube/Klima-Kollekte Kompensationsfonds

Berlin (idea) – Wie kann man möglichst klimaschonend reisen? Tipps bietet die Organisation Klima-Kollekte (Berlin). Jetzt hat sie ihr Angebote in einer kostenlosen App zusammengefasst. Die gemeinnützige Gesellschaft versteht sich als kirchlicher Kompensationsfonds, um die Belastungen durch unvermeidliche Treibhausgase durch die Förderung von Umweltprojekten in Entwicklungsländern auszugleichen. Nicht nur bei Reisen, sondern auch bei der Organisation von Veranstaltungen und der Verwendung von Papier wird Kohlendioxid (CO2) nach Angaben der 2011 gegründeten Organisation freigesetzt.

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Mit Bus statt Flugzeug spart von Berlin nach Köln 86 Prozent CO2

Die neue App soll dazu beitragen, den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zu vermeiden, zu reduzieren oder zu kompensieren, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit Hilfe der App, die Mitte Februar vorgestellt wurde, lässt sich vor allem die Belastung bei Reisen berechnen – mit dem Flugzeug, Pkw, Bus und der Bahn. Die App verweist auf Alternativen und die jeweilige CO2-Ersparnis hin. So verursacht ein Flug von Berlin-Tegel nach Köln 104 Kilogramm CO2. Reise man mit dem Zug, fielen 80 Prozent weniger Gase an, mit dem Bus sogar 86 Prozent weniger.

Tipps für einen klimafreundlichen Lebensstil

Nach den Worten der Geschäftsführerin der Klima-Kollekte, Olivia Henke, fehlt oft das Wissen über die eigenen, mobilitätsbedingten Emissionen. Hier setze die App an, denn sie schaffe ein Bewusstsein für den CO2-Austoß. Ferner biete sie wöchentlich Klima-Tipps mit Ideen für einen klimafreundlichen Lebensstil. Die Aufsichtsratsvorsitzende der Bank für Kirche und Diakonie und Präsidentin der Welthungerhilfe, Marlehn Thieme (Bad Soden), lobt die App: „Dieses innovative Projekt der Klima-Kollekte fördert eine anwenderfreundliche, nachhaltige Alltagskultur und trägt zur Verringerung des individuellen CO2-Fußabdrucks bei.“

Eine Tonne CO2 kostet 23 Euro

Die eigenen CO2-Emissionen können in der Klima-Kollekte-App nicht nur berechnet, sondern auch finanziell ausgeglichen werden. Der Preis für die Kompensation einer Tonne CO2 liegt bei 23 Euro. Abzüglich einer Verwaltungskostenpauschale von 2,50 Euro wird das Geld den Angaben zufolge zur Förderung von Projekten eingesetzt, die dazu beitragen, Emissionen zu vermindern. So werden etwa in den anfrikanischen Ländern Tansania und Lesotho die Anschaffung energieeffizienter Öfen und Kocher gefördert, in Indien und Kuba die Herstellung erneuerbarer Energien durch Biogas.

Hessen-nassauische Synode gibt jährlich 400 Euro

Für die Klima-Kollekte engagiert sich unter anderem die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Wie ihr Pressesprecher Volker Rahn (Darmstadt) der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, kompensiert die Synode der Kirche ihre anfallenden Emissionen. Zwischen 2016 und 2018 habe sie jährlich 400 Euro in die Klima-Kollekte eingezahlt. Welche anderen EKHN-Gemeinden und -Organisationen sich ebenfalls engagierten, sei nicht bekannt. Gesellschafter der Klima-Kollekte sind die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD/Hannover), das Hilfswerk „Brot für die Welt“ (Berlin), die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (Heidelberg), die Organisation Mission Eine Welt (Neuendettelsau), das Zentrum für Mission und Ökumene (Hamburg), die Vereinte Evangelische Mission (Wuppertal) sowie vier katholische Organisationen.

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