Montag • 20. Mai
Neues Medienhaus
13. Mai 2019

ERF Medien wächst: Einnahmen und Reichweite sind gestiegen

Für das neue Medienhaus sind 21,8 Millionen Euro veranschlagt. Foto: ERF/Müller Architekten
Für das neue Medienhaus sind 21,8 Millionen Euro veranschlagt. Foto: ERF/Müller Architekten

Wetzlar (idea) – ERF Medien (Wetzlar) befindet sich auf Wachstumskurs. Das berichtet das Werk in einer Pressemitteilung vom 13. Mai. Anlass ist die Mitgliederversammlung, die am 6. Mai in Wetzlar stattfand. Laut dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Prof. Jürgen von Hagen (Bad Honnef bei Bonn), war das Jahr 2018 geprägt von Vorbereitungen zu dem ERF-Neubauprojekt in Wetzlar. Er werde die räumlichen und technischen Grundlagen für die Arbeit des ERF in den kommenden Jahrzehnten schaffen. Für das neue Medienhaus sind 21,8 Millionen Euro veranschlagt. Nach den Angaben des geschäftsführenden Vorstands Thomas Woschnitzok fehlen nur noch 6,3 Millionen Euro: „Das ist eine große Ermutigung und lässt uns darüber staunen, wie Gott Menschen motiviert, sein Werk finanziell zu tragen.“ Für das Immobilienprojekt seien 2018 3,4 Millionen Euro eingegangen und damit 1,9 Millionen Euro mehr als budgetiert. Gleichzeitig seien die Spenden für den laufenden Betrieb mit 12,4 Millionen Euro rund 1,1 Millionen niedriger ausgefallen als geplant. Am 6. Dezember 2018 habe man den Bauantrag für das neue Medienhaus eingereicht. Es soll Ende 2020 in Betrieb genommen werden. Die Einnahmen von ERF Medien stiegen von 16,9 Millionen Euro (2017) auf 17,3 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Die Ausgaben sanken in dem Zeitraum von 14,7 Millionen Euro auf 13,9 Millionen Euro.

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Dechert: Die Mediennutzung hat sich stark verändert

Der Vorstandsvorsitzende Jörg Dechert beschrieb in seinem Beitrag im Jahresbericht zur Mitgliederversammlung die gesellschaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkungen für den ERF. Selbst Experten seien unsicher, zu welcher Medienzukunft die massive Digitalisierung führe. Die Menschen nutzten ERF-Angebote mittlerweile anders als noch vor zwei Jahrzehnten. Nur neun Prozent verfolgten die Angebote über ein klassisches Radiogerät. 91 Prozent nutzten entweder andere ERF-Medienangebote oder hörten ERF-Radio über das Internet. Dechert kündigte an, dass der Radiosender ERF Pop und die Fernsehsendung „Gott sei Dank“ zu einem crossmedialen Angebot ausgebaut werden sollen, das dann vor allem auf die Nutzung über Smartphones zugeschnitten sein wird. Der Start sei für Anfang 2021 geplant. Genauer beschrieb er das Projekt im Jahresbericht nicht. Die Spenderbasis ist 2018 leicht zurückgegangen: 2017 hatte der ERF 46.500 Spender, im Vorjahr waren es 46.020. Die Zahl der „ERF-Botschafter“ konnte im Vergleich zu 2017 um 33 Prozent auf 9.838 gesteigert werden, die Gesamtreichweite um acht Prozent. Wachstumsmotoren sind Dechert zufolge insbesondere die Internetseiten ERF.de (+ 32 Prozent) und BibleServer.com (+ 21 Prozent), auf der unterschiedliche Bibelübersetzungen gelesen werden können, und die Sendung „Gott sei Dank“ (+ 17 Prozent).

Was der ERF 2019 erreichen will

Zu den Zielen für 2019 zählen laut Jahresbericht „Rückmeldungen über 110 Bekehrungen, 350 Lebensveränderungen und 1.800 geistliche Berührungen“. Zudem will der ERF zwei Prozent mehr Spender gewinnen, einen zehn Prozent höheren Spendeneingang erzielen sowie 1,5 Millionen Euro Projektspenden für den Neubau. Die Zahl der Botschafter soll auf 11.000 gesteigert werden. Zudem wolle man mit vier Prozent mehr Menschen in Kontakt kommen. Der ERF-Aufsichtsrat berief Dechert erneut zum Vorstandsvorsitzenden, und die 38 anwesenden ERF-Vereinsmitglieder stimmten der Vertragsverlängerung für die kommenden fünf Jahre einstimmig zu. Das 1959 als Evangeliums-Rundfunk gegründete Unternehmen beschäftigt 186 Mitarbeiter und finanziert seine Arbeit überwiegend aus Spenden.

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