Ressorts
icon-logo

Libyen: Christlicher Buchhändler inhaftiert

29.03.2013

Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Als „Gefangenen des Monats April“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) den in Libyen inhaftierten ägyptischen Christen Sherif Ramsis Gad Mechaeal benannt und zu seiner Unterstützung aufgerufen. Der Kopte war am 10. Februar von der Staatspolizei in der Hafenstadt Bengasi festgenommen worden. Er betreibt dort seit 2003 eine Buchhandlung, in der er christliche Literatur für Arabisch sprechende christliche Gastarbeiter im ansonsten islamischen Libyen anbietet. Dem Buchhändler wird die Abwerbung von muslimischen Gläubigen vorgeworfen. Nach Angaben des Anwaltes und Menschenrechtsaktivisten Bilal Bettamer kann aber „Proselytismus“ nach einem Gesetz aus der Gaddafi-Ära mit dem Tode bestraft werden. Die Verteidiger bitten dringend darum, beim libyschen Ministerpräsidenten Ali Seidan gegen die Inhaftierung der Christen um Sherif Ramsis zu protestieren, ehe der Staatsanwalt in absehbarer Zeit ein Verfahren einleitet. Von den 6,4 Millionen meist muslimischen Einwohnern des nordafrikanischen Landes sind nach Schätzungen zwischen 80.000 und 170.000 Christen. Meist handelt es sich um Ausländer, vor allem Ägypter, Italiener und Griechen.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

IDEA liefert Ihnen aktuelle Informationen und Meinungen aus der christlichen Welt. Mit einer Spende unterstützen Sie unsere Redakteure und unabhängigen Journalismus. Vielen Dank. 

Jetzt spenden.

4 Wochen IDEA Digital 8,95 Euro 1,00 Euro

Entdecken auch Sie das digitale Abo mit Zugang zu allen Artikeln auf idea.de