Mittwoch • 22. August
Allianzkonferenz
05. August 2018

Wer Begabungen nicht nutzt, ist eine „Investitionsruine Gottes“

v.l.: Der sächsische Landesinspektor Matthias Dreßler und der Vorsitzende des Konferenzausschusses, Michael Höring, auf der Allianzkonferenz. Foto: idea/Daniela Städter
v.l.: Der sächsische Landesinspektor Matthias Dreßler und der Vorsitzende des Konferenzausschusses, Michael Höring, auf der Allianzkonferenz. Foto: idea/Daniela Städter

Bad Blankenburg (idea) – Christen sollten ihre von Gott geschenkten Begabungen einbringen. Dazu hat der Landesinspektor des pietistischen Landesverbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften in Sachsen, Matthias Dreßler (Chemnitz), am 3. August auf der Glaubenskonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz im thüringischen Bad Blankenburg aufgerufen. Die Veranstaltung steht unter dem Thema „Berufung“. In einem Seminar sagte Dreßler im Blick auf die Begabungen: „Wenn jemand sie nicht nutzt, ist er eine Investitionsruine Gottes. Gott hat investiert, es liegt aber brach.“ Manche Aufgaben in der Gemeinde könne man nur mit einer besonderen Begabung tun, etwa im Bereich Musik. Aber für die meisten Aufgaben brauche es vor allem Treue und Willigkeit.

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„Der vollkommene Gott kommt mit unvollkommenen Menschen zurecht“

In einer Bibelarbeit am 4. August sagte Dreßler, Gott wisse, wen er für welche Aufgaben berufe. Seine Berufungen geschähen souverän und nach göttlichen Maßstäben. Niemand müsse perfekt sein, um Aufgaben zu übernehmen: „Der vollkommenen Gott kommt mit unvollkommenen Menschen zurecht.“ Dafür fänden sich in der Bibel viele Beispiele, etwa König David. Gottes Berufungen seien immer Zweifeln ausgesetzt. So sei David, als er zum König des Südreiches berufen werden sollte, „ins Stolpern“ geraten. Die „Armee des Zweifels“ kenne ebenso „in unserem Herzen viele Truppenteile“. Auch nach einer Berufung gebe es immer wieder Phasen des Fragens, des Suchens und der Selbstzweifel. Christen könnten aber sicher sein: „Gottes Berufung setzt sich Zug um Zug durch.“ Dreßler betonte, dass sich Gottes Berufungen von menschlichen Selbstberufungen unterschieden: „Es gibt Menschen, die Gott ihren Vater nennen, aber die nicht seine Kinder sind.“ Was allein aus menschlichem Geist geboren sei, werde „früher oder später“ bedeutungslos. Die Allianzkonferenz endet am 5. August. Erwartet werden bis zu 1.700 Teilnehmer. Die Deutsche Evangelische Allianz hat an rund 1.000 Orten Allianzkreise. Sie veranstaltet unter anderem jährlich im Januar die Allianzgebetswoche. Die Allianzkonferenz fand erstmals 1886 statt.

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