Samstag • 19. Januar
Madrid und Basel
02. Januar 2019

Tausende junge Christen beten und feiern zum Jahreswechsel

In Madrid versammelten sich rund 15.000 junge Menschen beim 41. Europäischen Taizé-Jugendtreffen. Foto: www.taize.fr
In Madrid versammelten sich rund 15.000 junge Menschen beim 41. Europäischen Taizé-Jugendtreffen. Foto: www.taize.fr

Madrid/Basel (idea) – Zwei große christliche Jugendkonferenzen mit zusammen über 20.000 Teilnehmern sind am Neujahrstag in Spanien und der Schweiz zu Ende gegangen. In Madrid versammelten sich rund 15.000 junge Menschen beim 41. Europäischen Taizé-Jugendtreffen, darunter 750 aus Deutschland. In Basel kamen 5.800 Jugendliche beim evangelikalen Festival „PraiseCamp“ zusammen. Der Prior der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé, der schwäbische Katholik Alois Löser, rief in Madrid dazu auf, zur Quelle der Versöhnung zurückzukehren: Jesus Christus. Ohne den inneren Frieden, den er schenke, könne es zu Entmutigung und Verbitterung kommen. Bruder Alois ermunterte die Teilnehmer zugleich, für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu beten und einzutreten. Die erste Herausforderung bestehe darin, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich zu verringern. Außerdem gelte es, sich für Migranten und Flüchtlinge einzusetzen sowie die Schöpfung zu bewahren. Die Erde sei durch Ausbeutung der Ressourcen, Umweltverschmutzung und Artensterben bedroht. Im Mittelpunkt des Treffens stand das Thema Gastfreundschaft. Das nächste Europäische Taizé-Treffen wird vom 28. Dezember 2019 bis 1. Januar 2020 in Breslau stattfinden. Zur Kommunität von Taizé bei Cluny (Burgund) gehören rund 100 Männer verschiedener Konfessionen aus über 25 Ländern. Sie ist bekannt für ihren einfachen Lebensstil und ihre meditativen, eingängigen Gesänge. Die Gemeinschaft veranstaltet seit 1978 jedes Jahr über Silvester ein Großtreffen in einer europäischen Metropole. Der Gründer war der reformierte Schweizer Pfarrer Roger Schutz (1915–2005).

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Praisecamp: „Rauschende“ Silvesterfeier ohne Alkohol

Die Teilnehmer des „PraiseCamps“ starteten mit einer Silvesterparty in das neue Jahr. Bei dem „rauschenden Fest“, so die Veranstalter, wirkten christliche Bands und Discjockeys mit. Während der Feier bildeten die Teilnehmer ein 70 Meter langes und 40 Meter breites Kreuz, das den gesamten Messeplatz überspannte. Dazu sagte der Hauptverantwortliche des Camps, Peter Reusser: „Mit diesem riesigen Kreuz geben wir dem Ausdruck, was wir glauben, und setzen ein starkes Zeichen der Einheit mitten in der Stadt Basel. Wir wünschen uns, dass die Liebe von Jesus in unserem Land leuchten kann.“ Wie während des gesamten Festivals verzichteten die jungen Christen in der Silvesternacht auf Alkohol und andere Suchtmittel. Auf dem fünftägigen Treffen ging es in Arbeitsgruppen und Vorträgen um das Thema Gebet, die persönliche Kommunikation zwischen Mensch und Gott. Zuschauer aus 65 Ländern verfolgten das Programm via Livestream. Das Festival leistete auch einen Beitrag für Nachhaltigkeit. So konnten die Teilnehmer gebrauchte Kleidung erwerben. Bei dieser Aktion und anderen Initiativen kamen umgerechnet rund 80.000 Euro zusammen. Sie fließen an 13 soziale und karitative Projekte im In- und Ausland. Veranstalter des „PraiseCamps“ waren der Bibellesebund, das Missionswerk Campus für Christus, die Jugendorganisation King‘s Kids (Königskinder) und die Jugendallianz der Schweizerischen Evangelischen Allianz. 40 weitere Organisationen trugen das zum achten Mal ausgerichtete Treffen mit. Es findet alle zwei Jahre statt.

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