Mittwoch • 21. August
Mallorca
13. August 2019

Strandmission am Ballermann

Fast 130 Christen aus Deutschland und der Schweiz waren an den Strandgottesdiensten beteiligt. Foto: Privat
Fast 130 Christen aus Deutschland und der Schweiz waren an den Strandgottesdiensten beteiligt. Foto: Privat

Palma de Mallorca (idea) – Fast 130 Christen aus Deutschland und der Schweiz haben sich an einem evangelistischen Einsatz auf der spanischen Ferieninsel Mallorca beteiligt. Ort war der „Ballermann“, eine bei Touristen beliebte Partymeile. Unter dem Motto „Reach Mallorca“ (Mallorca erreichen) luden die Christen seit dem 3. August jeden Abend am Strand zu 30-minütigen Kurzgottesdiensten mit Straßenkunst und Musik ein. Dabei ging es laut dem Mitbegründer der Aktion, Gernot Elsner (Karlsruhe), etwa um „Themen wie Party, Sex und Sonnenbrand und was Gott zu diesen Dingen sagen würde“. Zudem gab es bewegende Lebensberichte, so etwa von dem Autor und ehemaligen Steuer- und Anlagenberater Josef Müller (München). Der 64-Jährige wurde durch sein Buch „Ziemlich bester Schurke“ bekannt. 2005 erhielt er wegen Betrugs eine fünfeinhalbjährige Haftstrafe. Im Gefängnis wurde er Christ. Am Strand sprach er über das Thema „Glück – und wo es im Leben zu finden ist“. So habe er selbst das Glück lange im Geld, aber auch im Alkohol, bei Frauen und in Drogen gesucht, sei jedoch im Innersten seines Herzens trotz allen Luxus unglücklich gewesen. Erst nach einem finanziellen Absturz und im Gefängnis habe er bereut, sei von falschen Wegen umgekehrt und gebe nun selbst Zeugnis von der Möglichkeit, dass sich jeder zu Jesus hinwenden könne. „Heute besitze ich kaum mehr solche Luxusdinge – aber ich bin glücklich, frei von Sorgen aller Art und weiß mich geborgen in Jesus Christus“, so Müller. Nach seinem Vortrag hätten Besucher ihr Leben an Jesus übergeben, und es habe viele Gespräche über das Thema Glück gegeben. Weiterhin habe eine befreundete Christin, Sara Langhirt, von ihrer Befreiung vom Drogen- und Schönheitswahn berichtet. Beide wollen im nächsten Jahr wiederkommen.

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Teilnehmer: Gott ist genau hier und verändert Herzen

An den meisten Abenden verfolgten laut Elsner etwa 150 bis 200 Passanten die Gottesdienste. Im Anschluss gab es die Möglichkeit zu Gesprächen und Gebet. In der britischen Partyzone seien zudem „Street Angels“ (Straßenengel) im Einsatz gewesen, um betrunkene Passanten sicher in ihr Hotel zu bringen. „Würde Jesus heute über die Erde laufen, wäre er auch am Ballermann“, ergänzte Mitorganisator Johannes Baumann (Bielefeld). Auf dem sozialen Netzwerk Facebook schrieben die Teilnehmer, sie seien „sprachlos und total begeistert“ über ihre Erfahrungen am Ballermann: „Gott ist genau hier und verändert Herzen – und wir dürfen ein Teil davon sein!“ So hätten sie etwa mit einer Frau gesprochen, die mit ihrer Tochter schon letztes Jahr den Strandgottesdienst besucht hatte und in eine Gemeinde in ihrer Nähe eingeladen wurde. Die Tochter sei dort nun seit einem Jahr bei der christlichen Pfadfinderschaft Royal Rangers, die Mutter habe sich dieses Jahr am Strand für Jesus entschieden. Von solchen Geschichten gebe es noch viele weitere. Der Einsatz wird vom Missionswerk Gospeltribe (Karlsruhe), der Jugendmissionsgemeinschaft Bielefeld und dem Missionswerk Campus für Christus veranstaltet. In diesem Jahr findet die Aktion zum zehnten Mal statt.

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