Montag • 15. Juli
Volker Kauder
20. Juni 2019

Christen sollten nicht über den Islam herziehen

Der ehemalige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (CDU), auf dem Christustag. Foto: idea/Wolfgang Köbke
Der ehemalige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (CDU), auf dem Christustag. Foto: idea/Wolfgang Köbke

Dortmund (idea) – Christen sollten nicht über den Islam herziehen, sondern über ihren eigenen Glauben sprechen. Dafür plädiert der ehemalige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (CDU). Der Politiker sprach vor 600 Teilnehmern auf dem „Christustag Westfalen“, der im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags am 20. Juni in Dortmund veranstaltet wurde. Nach seinen Worten ist der entscheidende Unterschied des christlichen Glaubens zu allen anderen Religionen die Aussage Jesu „Niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Johannes 14,6). Kauder: „Wir haben einen wunderbaren Glauben. Es lohnt sich über ihn zu sprechen.“ Ferner verteidigte er die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), etwa eine Million Flüchtlinge aufzunehmen. Dies halte er nach wie vor für richtig. Zwar sei es nicht einfach gewesen, innerhalb kürzester Zeit so viele Menschen zu integrieren: „Es kann nicht alles zu 100 Prozent klappen.“ Deutschland habe es mit der Hilfe vieler Ehrenamtlicher dennoch geschafft. Kauder äußerte sich auch zu seiner gescheiterten Wiederwahl als Fraktionsvorsitzender im Jahr 2018. Die Wahlniederlage sei zunächst bitter gewesen. Sein Gottvertrauen habe jedoch nicht gelitten: „Ich hadere nicht und bin überhaupt niemandem böse.“ Er habe nicht vor, sich in der „Restlaufzeit“ seines Lebens mit der Frage zu quälen. Andere Menschen hätten viel Schwereres durchgemacht.

ANZEIGE

Gebetshaus-Leiter: Mit Gebet die Kirche heilen

Der Leiter des Gebetshauses Freiburg, Rainer Harter, erklärte, die Einrichtung wolle einen „Beitrag dazu leisten, dass die Kirche geheilt wird“. In dem Haus wird jeden Tag rund um die Uhr gebetet. Kirchliche Aufbrüche würden immer von Gebet begleitet. Er sei begeistert davon, im Gebet Gott zu begegnen und viel Zeit mit ihm zu verbringen. Zur Frage, wie er mit der Versuchung umgehe, als Gebets-Guru angesehen zu werden, sagte Harter, sein Vorbild sei Johannes der Täufer. Dieser habe seinen Anhängern gesagt, dass es nicht auf ihn, sondern auf Jesus Christus ankomme.

Bestsellerautor: In der Not Sorgen an Gott abgeben

Der Bestsellerautor Christopher Schacht („Mit 50 Euro um die Welt“) sagte, auf seiner Weltreise habe er in Notsituationen seine Sorgen an Gott abgegeben. Es sei eine ungemeine Hilfe zu wissen, dass man nicht allein sei. Zwar biete der christliche Glaube keine Erfolgsgarantie für das Leben. Er hoffe jedoch, dass Gott in einem zukünftigen Leben alle Tränen abwischen werde, wie es im Buch der Offenbarung versprochen werde. Schacht ist Theologiestudent und gehört dem Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden an.

Christen müssen auf Widerstände und Versuchungen gefasst sein

In einer Bibelarbeit sprach Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg (Lüdenscheid) über die Versuchung Jesu durch den Satan (Matthäus 4,1-11). Christen müssten wissen, dass es den Teufel gebe. Die Bibel sei „knochennüchtern“ und spreche von ihm als Widersacher und Durcheinanderbringer. Er packe einen da, wo man am bedürftigsten und empfindlichsten sei. Wer Christus nachfolge, müsse auf Stolpersteine, Widerstände, Gegenwind und Versuchungen gefasst sein.

Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser 48 Stunden kommentiert werden.

13 Kommentare
Kommentare sind ausgeblendet.
Zum Einblenden der Kommentare hier klicken.
Diese Woche lesen Sie
  • Horst Marquardt 90 Ich bin von Grund auf dankbar
  • Debatte Angriff im Freibad: Manche müssen draußen bleiben
  • Pro und Kontra Sollten Christen auf Fleisch verzichten?
  • Buschpiloten Helfen und fliegen: Eine unschlagbare Kombination
  • Landgemeinde „Wir machen das Beste draus“
  • mehr ...
ANZEIGE