Dienstag • 10. Dezember
1. Ruhrpott Männertag
25. November 2019

Exfußballprofi: Der Glaube an Jesus bedeutet Freiheit

Der ehemalige Fußball-Bundesligaprofi Michael Sternkopf. Foto: idea/Rainer Küchler
Der ehemalige Fußball-Bundesligaprofi Michael Sternkopf. Foto: idea/Rainer Küchler

Essen (idea) – Der Glaube an Jesus Christus bedeutet Freiheit. Das sagte der ehemalige Fußball-Bundesligaprofi Michael Sternkopf (Linden bei Gießen) beim überkonfessionellen „1. Ruhrpott-Männertag“ in Essen. Der Tag mit rund 100 Besuchern stand unter dem Motto „Starke Männer braucht das Land“.

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Sternkopf bestritt 210 Bundesligaspiele (15 Tore) unter anderem für den FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach. Als Profi habe er starke Versagensängste gehabt. An dem Leistungsdruck sei er zerbrochen und habe einen Burn-Out erlitten.

Durch die Begleitung eines Freundes habe er dann 2018 zu Christus gefunden. Seitdem fühle er sich befreit und wisse, dass er immer von Gott geliebt und wertvoll sei, so Sternkopf.

Birgit Kelle: Frauen wollen keine „verweichlichten Muttersöhnchen“

Die Publizistin und Buchautorin Birgit Kelle forderte die Väter auf, ihre Söhne richtig zu erziehen: „Jungen Männern fehlt heutzutage oftmals eine gesunde Männlichkeit.“ Ein Grund dafür sei, dass Väter zu wenig Verantwortung übernähmen, ihre Söhne zu selbst- und verantwortungsbewussten Männern zu erziehen.

Die Medien zeichneten ein Männerbild, das junge Frauen in der Mehrheit ablehnten. Denn sie wollten einen Partner, der eine Familie gründen und diese auch ernähren könne, aber „keine verweichlichten Muttersöhnchen, die mit 30 noch zu Hause bei Mutti wohnen“.

Ein Mitarbeiter von „Free!ndeed“ („Wirklich frei“/Augsburg), Daniel Köper, sagte, dass der Verein Männer und Frauen unterstütze, von Pornografieabhängigkeit frei zu werden: „Wir leben in einer Zeit zunehmender Vaterlosigkeit, die einen Mangel an Identität in vielen Männern und Frauen hervorbringt.“

Es entstünden Misstrauen und Abhängigkeiten: „Doch Jesus verspricht uns Freiheit, die alles durchdringt und für jeden möglich ist.“ Wie einer der Mitinitiatoren, Manfred Hohmann (Essen), sagte, reden Männer über manche Themen nicht gerne: „Besonders schwierig ist es für uns, zu unseren Schwächen zu stehen.

Der Männertag sollte aufrütteln und uns Christen einen Spiegel vorhalten, um unsere Selbstwahrnehmung zu schärfen.“ Veranstalter waren die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) sowie die Künstler- und Moderatorenvermittlung Connection GmbH (Essen) unter der Leitung von Hohmann. Für 2020 ist der nächste Ruhrpott-Männertag geplant.

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