Samstag • 15. Juni
Evangelisation
13. Juni 2019

Das geistliche Potenzial von Frauen stärker nutzen

60 Repräsentantinnen mit Leitungsverantwortung in weltweit tätigen christlichen Organisationen haben sich in Amsterdam getroffen. Foto: Rise in strenght
60 Repräsentantinnen mit Leitungsverantwortung in weltweit tätigen christlichen Organisationen haben sich in Amsterdam getroffen. Foto: Rise in strenght

Amsterdam (idea) – Um den Auftrag zur Mission und Evangelisation zu erfüllen, muss das geistliche Potenzial von Frauen stärker gefördert und ausgeschöpft werden. Das haben 60 Repräsentantinnen mit Leitungsverantwortung in weltweit tätigen christlichen Organisationen bei einem Treffen in Amsterdam gefordert. Es stand unter dem Motto „Rise in Strength“ (An Kraft zunehmen) und fand erstmals statt. Am Ende verabschiedeten die Teilnehmerinnen einen „Aufruf an alle Christen“. Wie es darin heißt, sollen sie sich so verhalten, „dass Frauen, Männer, Mädchen und Jungen ihre geistlichen Gaben einsetzen können, um die Kirche aufzubauen und ein Zeugnis für die Herrlichkeit Gottes zu sein“. Gott habe Frauen auch begabt, Kirche und Gesellschaft zu stärken.

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Was die Mitarbeit von Frauen behindert

Wie eine Mitinitiatorin des Treffens, die Theologin Elke Werner (Marburg), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, wurden im Vorfeld des Treffens 500 Frauen aus aller Welt befragt, was sie vom Dienst in der Gemeinde abhält. An erster Stelle nannten sie Armut und danach theologische Überzeugungen, nach denen die Bibel Frauen Leitungsaufgaben verbiete. Werner gehört zum Leitungskreis der Lausanner Bewegung für Weltevangelisation und hat deren Frauenarbeitszweig aufgebaut: „Women in God’s Service“ (Frauen im Dienst für Gott). Nach ihren Angaben waren die Teilnehmerinnen in Amsterdam zwischen 28 und 82 Jahre alt. Ihre Organisationen seien in über 120 Ländern aktiv. Werner wurde unter anderem als Rednerin bei der Evangelisationsbewegung proChrist 2018 europaweit bekannt.

Ein Treffen ohne Hauptrednerinnen

Wie sie weiter sagte, gab es bei dem Treffen keine Hauptrednerinnen; vielmehr hätten sich die Teilnehmerinnen gegenseitig von ihren Erfahrungen erzählt. In Gebet und Gesang habe man erlebt, „dass Gott Frauen begabt und beauftragt hat, Menschen das Evangelium zu bringen“. Mitveranstalterin war neben Werner die stellvertretende Generalsekretärin der Weltweiten Evangelischen Allianz, Amanda Jackson (London). Vertreten waren ferner unter anderem die Micha Initiative (Carlisle/Großbritannien), die die weltweite Armut bekämpft, die Frauenbewegung „Women of Hope“ (Frauen der Hoffnung/Cary im US-Bundesstaat North Carolina) und die christliche Menschenrechtsorganisation International Justice Mission (Washington).

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