Montag • 18. März
Biologe
19. Februar 2019

Evolutionstheorie hält wissenschaftlichen Argumenten nicht stand

Der Evolutionsbiologe Günter Bechly auf der Veranstaltung „Glaube ist denkbar“. Foto: Forum Wiedenest
Der Evolutionsbiologe Günter Bechly auf der Veranstaltung „Glaube ist denkbar“. Foto: Forum Wiedenest

Bergneustadt (idea) – Die darwinistische Evolutionstheorie kann die Entstehung des Lebens und der heute existierenden Lebewesen nicht erklären. Diese Ansicht vertrat der Evolutionsbiologe Günter Bechly (Stuttgart) auf der Veranstaltung „Glaube ist denkbar“ des Forums Wiedenest, die vom 15. bis 17. Februar in Bergneustadt stattfand. Er hielt vor rund 300 Besuchern einen Vortrag mit dem Titel „Wissenschaftliche Argumente gegen den Neodarwinismus und für Intelligentes Design“. Darin sagte er, nach der sogenannten neodarwinistischen Theorie sei die heutige Vielfalt von Lebewesen durch zufällige Veränderungen des Erbguts und naturgesetzliche Auslese entstanden. Diese Annahme halte aber einer wissenschaftlichen Untersuchung nicht stand. So setze die Evolutionstheorie voraus, dass sich alle Lebewesen aus fortpflanzungsfähigen Ur-Zellen entwickelten hätten. Sie könne aber nicht erklären, wie diese Zellen entstehen konnten. Labortests hätten gezeigt, dass selbst die einfachsten fortpflanzungsfähigen Zellen immer noch so kompliziert aufgebaut seien, dass „sie nicht einfach spontan aus einer Ursuppe entstehen“ könnten. Außerdem gingen die Verfechter der Evolutionstheorie davon aus, dass die bestehenden Arten von Lebewesen durch eine langsame, schrittweise Entwicklung entstanden sind. Durch die Analyse von Fossilienfunden wisse man aber heute, dass immer wieder neue Tierarten sehr plötzlich auf der Erde auftauchten, ohne dass sich ihre Entstehung durch Vorstufen erklären lasse. Es sei nach mathematischen Berechnungen fast unmöglich, dass genetische Mutationen in so kurzer Zeit entstehen und sich in einer Tierart durchsetzen konnten. Mit wissenschaftlichen Argumenten lasse sich also nicht ausschließen, dass die Entstehung des Lebens dem Eingreifen eines Schöpfers zu verdanken sei. Von den Verfechtern der Evolutionstheorie würden diese Tatsachen aber hartnäckig bestritten, weil ihre naturalistische Weltanschauung sonst in sich zusammenfallen würde.

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Christentum hat moderne Naturwissenschaft ermöglicht

In seinem Vortrag sagte Bechly außerdem, es sei eine „Legende aus dem 19. Jahrhundert“, dass es einen grundsätzlichen Konflikt zwischen dem christlichen Glauben und den Naturwissenschaften gebe. Das Christentum habe in Wirklichkeit die Entwicklung der modernen Wissenschaften erst ermöglicht. „Die Christen glauben an einen himmlischen Gesetzgeber. Deshalb glaubte man im christlichen Abendland auch, die Schöpfung sei vernünftig geordnet und man könne diese Ordnung mit dem Verstand erfassen.“ Weitere Referenten auf der Tagung waren der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Kotulla (Berlin) sowie der Arzt und Bestsellerautor Manfred Lütz (Köln). „Forum Wiedenest“ (früher: Missionshaus Bibelschule Wiedenest) in Bergneustadt im Oberbergischen Land ist in drei Arbeitsbereichen tätig. Es betreibt eine Biblisch-Theologische Akademie mit 125 Studenten, ein Jugend- und Gemeindeforum, das Konferenzen, Fortbildungen und Freizeiten mit jährlich rund 10.000 Teilnehmern organisiert, sowie die „Weltweite Mission“ mit 145 Beschäftigten sowie 33 Kurzzeitmitarbeitern in 28 Ländern.

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