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Bibelbund
29. November 2017

Aussage „Ich glaube an Jesus, aber nicht an die Bibel“ ist unbiblisch

Die Aussage, man glaube an Jesus, aber nicht an die Bibel sei unbiblisch, so der Schriftleiter des Bibelbundes, Thomas Jeising. Foto: pixabay.com
Die Aussage, man glaube an Jesus, aber nicht an die Bibel sei unbiblisch, so der Schriftleiter des Bibelbundes, Thomas Jeising. Foto: pixabay.com

Homberg (idea) – Die von vielen Theologen vertretene Aussage „Ich glaube an Jesus Christus, aber nicht an die Bibel“ ist unbiblisch. Damit wird unweigerlich ein Keil zwischen „Bibel und Christus geschlagen, der fatale Konsequenzen hat“. Diese Ansicht vertritt der Schriftleiter der vom Bibelbund herausgegebenen Zeitschrift „Bibel und Gemeinde“, Thomas Jeising (Homberg/Efze). Der Satz „Ich glaube nicht an die Bibel, ich glaube an Jesus Christus“ werde gern von vielen gebraucht, „die damit die Autorität der Bibel beschränken wollen, um anscheinend Jesus besonders zu ehren“. Damit werde aber das Evangelium von Jesus Christus gegen das Prinzip der Schriftgemäßheit in Stellung gebracht und etwa behauptet: „Weil Jesus alle Schuld vergibt, steht Vergebung über einer am biblischen Gebot orientierten Ethik.“ Das könne zum Beispiel heißen, „was die Bibel Ehebruch nennt, soll – wenn es aus Liebe geschah – ein neuer Weg sein, den Jesus mit einem Menschen geht“. Wer so rede, erlaube sich oft zu bestimmen, wie Jesus gehandelt hätte, selbst wenn das dem Wortlaut der Bibel widerspreche. Dann werde etwa gesagt: „Jesus würde heute keinen Homosexuellen, der heiraten will, verurteilen.“ Nun hat, so Jeising, Jesus tatsächlich gesagt, dass er nicht gekommen sei zu richten, sondern zu retten: „Aber offenbar heißt das, dass Jesus jede Sünde und Verirrung vergeben will, wenn jemand umkehrt, und nicht, dass einige Sünden gar keine mehr sind, wenn sie nur mit Liebe oder in guter Absicht geschehen.“

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Auch immer mehr Evangelikale gehen den „Irrweg“

Jeising nennt es einen „Irrweg“, dass auch immer mehr konservativ-evangelikale Theologen erklärten, an Jesus Christus zu glauben, aber nicht an die Bibel. Denn es sei offensichtlich, dass diese Aussage nicht biblisch sei. Auf die Frage, ob es biblisch ist zu sagen „Ich glaube an die Bibel“, antwortet der Autor: „Ja, wenn mit der Aussage gemeint ist, dass man der Wahrheit aller Aussagen von Gottes Wort vertraut, sie nicht anzweifelt oder ihnen widerspricht, sondern fest glaubt, dass alles, was geschrieben steht, so nach Gottes Willen geschrieben und damit Gottes Wort an uns ist. Nein, wenn damit gemeint wäre, dass jemand die Bibel als Gottheit ansehen würde.“ Eine solche Sicht sei aber in der westlichen Christenheit nicht das Problem. Darum sei es auch irreführend, wenn man davor ständig warne. Ein Problem sei hingegen, dass immer mehr Christen klare Aussagen der Bibel infrage stellten und gerne Leute hörten, „die die Autorität der Schrift abschwächen und das noch mit anscheinend frommen Aussagen“. Der 1894 gegründete Bibelbund will nach eigenen Angaben das Vertrauen in die Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift stärken. Zum Freundeskreis der Organisation mit Sitz in Schulzendorf bei Berlin gehören nach eigenen Angaben rund 4.000 Christen.

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