Man kann nicht „auf einer moralischen Stufenleiter zu Gott kommen“
Christen werden scheitern, wenn sie sich selbst zu Heiligen machen wollen. Diese Ansicht vertrat Pfarrer Wolfgang Becker bei einer Pfingstkonferenz Gunzenhausen.
Das hat der Evangelist, Autor und Musiker Klaus Göttler, am Pfingstmontag in Stützengrün betont. Er beobachte, dass es derzeit Versuche gebe, christliche Werte von Christus zu lösen. Auf der Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner passe der gekreuzigte und auferstandene Jesus nicht ins Konzept.
Das Pfingstfest macht deutlich, dass Gott weder damals im jüdischen Tempel bleiben wollte, noch heute in Kirchengebäuden. Deshalb sollten Christen keine Mauern aufrichten, sondern Außenstehende einladen. Diese Ansicht vertrat der Direktor der Stiftung Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor, Matthias Frey.
Wie soll der Mensch mit Erscheinungen umgehen, die er als fremd wahrnimmt – in Gesellschaft und Religion, aber auch bei der eigenen Person? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge, der am 31. Mai in Würzburg eröffnet wurde.