Sonntag • 20. Oktober
Nahost
05. Oktober 2019

Verdacht: Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt palästinensische Terroristen

Die deutsche Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt die palästinensische Organisation Addameer. Symbolfoto: pixabay.com
Die deutsche Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt die palästinensische Organisation Addameer. Symbolfoto: pixabay.com

Ramallah (idea) – Das Büro der deutschen Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah steht im Verdacht, indirekt eine palästinensische Terrororganisation finanziell unterstützt zu haben. Das berichtet die Bild-Zeitung (Ausgabe vom 4. Oktober).

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Hintergrund des Vorwurfs: Ein Mitarbeiter der palästinensischen Organisation Addameer (arabisch für „Bewusstsein, Gewissen“) soll für einen Sprengstoffanschlag auf eine israelische Familie verantwortlich sein. Die Vereinigung betreue palästinensische Gefangene in israelischen Gefängnissen und werde nach eigenen Angaben von der Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt, schreibt die Bild-Zeitung. Sie stehe schon länger im Verdacht, enge personelle Verbindungen zur Terrorgruppe „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ (kurz: PFLP) zu haben. Bei dem Anschlag am 23. August war die 17-jährige Israelin Rina Shnerb getötet worden.

Die Heinrich-Böll-Stiftung steht der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahe. Der Grünen-Politiker Volker Beck forderte gegenüber der Zeitung Konsequenzen für den Fall, dass sich die Vorwürfe bestätigen. „Es wäre nicht das erste Mal, dass die Abgrenzung zu Israelhassern und sogar zu Terroristen nicht gelingt. Das müsste man dann schon als Organisationsversagen werten“, so Beck.

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