Mittwoch • 14. November
Studie
21. Oktober 2018

Immer mehr Eltern wollen Kinderbetreuung für unter Dreijährige

Nach Ansicht der christlichen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christa Meves ist die außerfamiliäre Betreuung von unter Dreijährigen „höchst bedenklich“. Foto: pixabay.com
Nach Ansicht der christlichen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christa Meves ist die außerfamiliäre Betreuung von unter Dreijährigen „höchst bedenklich“. Foto: pixabay.com

Berlin/Köln (idea) – Viele Eltern von unter Dreijährigen wollen ihre Kinder in einer Krippe betreuen lassen, finden aber keinen Platz. Das geht nach einem Bericht der Zeitung „Welt am Sonntag“ aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (Köln) hervor. Danach gebe es zurzeit in Deutschland 273.000 Plätze weniger als gesucht würden. Trotz „massiver Investitionen“ des Staates sinke die Zahl der Eltern, die erfolglos einen Betreuungsplatz suchen, nur langsam. 2017 lag sie nach der Untersuchung des Wirtschaftsinstituts bei 279.000. Insgesamt besuchten rund 790.000 unter Dreijährige eine Kindertagesstätte oder eine Tagesmutter. Die Nachfrage werde in den kommenden Jahren weiter zunehmen, glaubt das Institut. Die Kommunen müssten sich darauf einstellen, dass sie „in zehn Jahren für alle Kinder ab zwei Jahren eine Betreuung anbieten müssen“.

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Fachleute halten Fremdbetreuung für „höchst bedenklich“

Nach Ansicht der christlichen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christa Meves (Uelzen) ist die außerfamiliäre Betreuung von unter Dreijährigen „höchst bedenklich“. Zur Begründung verwies die 93-Jährige vor kurzem in ihrem Rundbrief „Meves aktuell“ auf eine Studie aus den USA aus dem Jahr 1991, für die über 10.000 Kinder untersucht worden seien. Dabei habe das National Institute of Child Health and Developement (Nationales Institut für Kindeswohl und -Entwicklung) herausgefunden, dass Krippen Kinder schädigten. Auf keinen Fall dürften Kleinkinder in eine Fremdbetreuung abgegeben werden, bevor sie zweieinhalb Jahre seien. Dazu Meves: „Die Erfahrungen, die das Kind in den ersten Lebensjahren macht, haben einen festprägenden Einfluss auf die Charakterentwicklung der Erwachsenen; denn in den ersten Lebensjahren findet der enorme Einfluss der Eindrücke des Kindes auf das sich entfaltende Gehirn statt.“ Erste Symptome für seelische Störungen seien bei Kindern ein Unruhigwerden, Verhaltensstörungen und häufige Krankheiten.

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