Dienstag • 22. Mai
Weniger Straftaten
08. Mai 2018

Qualität der Polizeiarbeit wirkt sich aus

Der CPV-Vorsitzende, Kriminalhauptkommissar Holger Clas. Foto: CPV
Der CPV-Vorsitzende, Kriminalhauptkommissar Holger Clas. Foto: CPV

Hamburg (idea) – Erfreut über die Ergebnisse der am 8. Mai vorgestellten Polizeilichen Kriminalitätsstatistik 2017 hat sich die Christliche Polizeivereinigung (CPV) geäußert. Demnach ging die Zahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Prozent auf 5,76 Millionen zurück – die niedrigste Zahl seit 1992. Darin drücke sich auch die Qualität der Polizeiarbeit aus, sagte der CPV-Vorsitzende, Kriminalhauptkommissar Holger Clas (Hamburg), auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Allerdings würden in der Statistik nur solche Straftaten erfasst, die die Polizei ermittelt habe oder die von Bürgern angezeigt worden seien. Daneben gebe es eine Dunkelziffer. Die Statistik sage auch nichts über die spätere Verurteilung von Tatverdächtigen aus. Außerdem könnte es laut Clas sein, dass die Bereitschaft in der Bevölkerung gesunken sei, Straftaten anzuzeigen, weil viele Verfahren eingestellt würden.

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Was der CPV Sorgen bereitet

Sorgen bereite der CPV der Anstieg der Sexualdelikte – insbesondere durch Tätergruppen im öffentlichen Raum. Außerdem wachse die Zahl der Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit und das Leben. Viele Kollegen machten die Erfahrung, dass Messer als Tatwerkzeuge wesentlich öfter eingesetzt würden als noch vor zehn Jahren. Die Christliche Polizeivereinigung hat Verbindungen zu rund 4.000 Polizisten. Ein Freundeskreis umfasst gut 1.500 Personen aus Politik, Wirtschaft, Kirchen und Kultur.

74.000 Polizisten wurden Opfer von Straftaten

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik gesagt: „Deutschland ist sicherer geworden, gleichwohl gibt es zur Entwarnung keinen Anlass.“ Zu einem deutlichen Rückgang kam es beispielsweise bei Wohnungseinbrüchen (-23 Prozent) und Taschendiebstählen (-22,7 Prozent). Zugenommen haben beispielsweise Drogendelikte (+9,2 Prozent), antisemitische Straftaten (+2,5 Prozent) und Angriffe auf Polizisten (+1,1 Prozent). 2017 wurden 74.000 Polizeibeamte Opfer von Straftaten.

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