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ARD-DeutschlandTrend
10. Januar 2020

Mehrheit der Deutschen blickt mit Sorge in die Zukunft

60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie beunruhigt sind. Foto: pixabay.com
60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie beunruhigt sind. Foto: pixabay.com

Köln/Berlin (idea) – Die Mehrheit der Bundesbürger blickt mit Sorge in die Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle ARD-DeutschlandTrend. Demnach gaben 60 Prozent der Befragten an, dass sie beunruhigt sind (2019: 59 Prozent).

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Etwa jeder Dritte (35 Prozent wie auch 2019) sieht dagegen zuversichtlich in die Zukunft. Unterschiede zeigen sich dabei in der politischen Zugehörigkeit der Befragten. Bei den Anhängern von CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen ist eine knappe Mehrheit optimistisch gestimmt (jeweils 49 Prozent). 46 bzw. 47 Prozent sind angesichts der Verhältnisse eher pessimistisch eingestellt.

Bei SPD und FDP überwiegt jeweils die Skepsis. 37 bzw. 36 Prozent schauen mit Zuversicht in die Zukunft. 57 bzw. 63 Prozent sind beunruhigt. Am sorgenvollsten äußerten sich die Anhänger der Partei „Die Linke“ sowie der AfD: 70 bzw. 90 Prozent sehen Anlass zur Beunruhigung. Der Anteil der Zuversichtlichen beträgt lediglich 15 bzw. 7 Prozent.

Sechs von zehn Deutschen glauben an Entlastung durch die Digitalisierung

Etwas mehr Optimismus zeigen die Deutschen, wenn es um ihre persönlichen Zukunftserwartungen geht. So glauben sechs von zehn Bundesbürgern (61 Prozent), dass die Digitalisierung und die wachsende Bedeutung des Internets ihren Alltag eher erleichtern werden. Auch unter Bürgern, die 65 Jahre und älter sind, sagt dies fast jeder Zweite (48 Prozent). 28 Prozent sind gegenteiliger Meinung.

Auch die eigenen Beschäftigungschancen werden überwiegend positiv beurteilt. So schätzt der überwiegende Teil der Berufstätigen, dass seine Chancen auf Erhalt des aktuellen Arbeitsplatzes bzw. auf den Wechsel in eine neue und bessere Tätigkeit in den kommenden Jahren eher steigen (55 Prozent) als sinken werden (22 Prozent). Noch vor 20 Jahren glaubten Ersteres nur 36 Prozent, 41 Prozent waren skeptisch.

Unterschiede zeigen sich weiterhin in den Erwartungen der Deutschen an die Entwicklung ihres persönlichen Lebensstandards. So sind 40 Prozent der Bürger – insbesondere die unter 50 Jahren – überzeugt, dass dieser sich in den kommenden Jahren eher verbessern werde. 36 Prozent glauben, er werde künftig eher sinken. Für den DeutschlandTrend befragte das Forschungsinstitut infratest dimap (Berlin) rund 1.000 Personen.

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