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22. August 2019

Die Ehe steht wieder höher im Kurs

Laut den Daten des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Eheschließungen gestiegen, die der Scheidungen ist gleichzeitig rückläufig. Symbolfoto: pixabay.com
Laut den Daten des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Eheschließungen gestiegen, die der Scheidungen ist gleichzeitig rückläufig. Symbolfoto: pixabay.com

Wiesbaden (idea) – Die Zahl der Eheschließungen in Deutschland war im Jahr 2018 so hoch wie seit 1992 nicht. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes (Wiesbaden) gaben sich im vergangenen Jahr 449.466 Paare das Jawort. Das sind 10,3 Prozent mehr als im Jahr 2017 (407.466). In den vergangenen fünf Jahren lässt sich eine kontinuierliche Steigerung feststellen. 2013 betrug die Zahl der Eheschließungen 373.655. Bei der ersten Erhebung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 1950 waren 750.452 Hochzeiten registriert worden. Im Jahr 2001 wurden erstmals weniger als 400.000 Ehen geschlossen (389.591).

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Zwei Drittel aller Ehen halten ein Leben lang

Dagegen geht die Zahl der Ehescheidungen zurück. Im Jahr 2018 wurden 148.066 Ehen geschieden. Das entspricht einem Rückgang um 3,5 Prozent zum Vorjahr (2017: 153.501). Letztmals wurden 1992 weniger Ehescheidungen vorgenommen (135.010). Die Rekordzahl der Scheidungen datiert aus dem Jahr 2003: 213.975. Im Jahr 2018 hielt eine Ehe in Deutschland im Durchschnitt 14,9 Jahre. Das durch­schnittliche Alter Geschiedener betrug 46,7 Jahre bei Männern und 43,9 Jahre bei Frauen. Das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie (iDAF, Sankt Augustin) begrüßt die Entwicklung: Wer heute in einer Ehe lebe, lebe sie bewusster. „Das umso mehr, je religiöser fundiert die Ehe ist. Zwei Drittel aller Ehen in Deutschland halten ein Leben lang und die meisten dieser Ehen haben ein religiöses Fundament“, schreibt der iDAF-Geschäftsführer Jürgen Liminski. Man dürfe vermuten, dass Paare, die aus ideellen und religiösen Gründen heirateten, intensiver um ihre Beziehung ringen als andere Paare. Umso wahrscheinlicher sei auch, dass religiös orientierte Ehepaare sich seltener scheiden ließen.

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