Sonntag • 22. September
Studie
23. August 2019

Die Deutschen sind weithin ein glückliches Volk

Mehr als drei Viertel der Deutschen bezeichnen sich als glücklich. Symbolfoto: pixabay.com
Mehr als drei Viertel der Deutschen bezeichnen sich als glücklich. Symbolfoto: pixabay.com

Hamburg (idea) – Die Deutschen haben bei vielen den Ruf, ein Volk der Nörgler und Jammerer zu sein. Jetzt hat eine internationale Studie etwas anderes ergeben: Demnach bezeichnen sich mehr als drei Viertel der Bundesbürger (78 Prozent) als sehr oder zumindest ziemlich glücklich. Vor einem Jahr lag dieser Anteil noch bei 68 Prozent. Nur knapp jeder sechste Deutsche (17 Prozent) fühlt sich aktuell nicht besonders glücklich. Der Anteil der gänzlich Unglücklichen beträgt vier Prozent. Danach stehen die Deutschen im Vergleich von 28 untersuchten Nationen an siebter Stelle – zusammen mit Bürgern in Saudi-Arabien. Die Ergebnisse stammen aus einer internationalen Untersuchung des Markt- und Meinungsforschungsinstituts ipsos (Hamburg). Sie trägt den Titel „Global Happiness Study: What makes people happy around the world“ (Globale Glücksstudie: Was Menschen in aller Welt glücklich macht). Bei der Online-Umfrage wurden zwischen dem 24. Mai und 7. Juni 20.327 Personen auf fünf Kontinenten interviewt.

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Wo die Glücklichsten leben

Wie daraus hervorgeht, leben die glücklichsten Menschen in Australien und Kanada. Dort bezeichnen sich 86 Prozent der Bürger als glücklich. Dahinter folgen Briten und Chinesen (jeweils 83 Prozent), Franzosen (80 Prozent) und US-Amerikaner (79 Prozent). Als Hauptgründe für ihr Glück nennen weltweit 55 Prozent der Befragten Gesundheit und körperliches Wohlbefinden. Häufig genannt werden auch die eigenen Kinder und die Beziehung mit dem Partner/der Partnerin (jeweils 48 Prozent) sowie das Gefühl, dass das eigene Leben einen Sinn hat (47 Prozent). Eine deutlich geringere Rolle spielt das „religiöse oder spirituelle Wohlbefinden“. Für 26 Prozent ist das die wichtigste Quelle des Glücks. Die Deutschen nennen vor allem Gesundheit (50 Prozent). Die eigenen Kinder werden hingegen deutlich seltener angeführt (37 Prozent) als im globalen Durchschnitt. Das gilt auch für das religiöse und spirituelle Wohlbefinden (11 Prozent). Als vorrangig für ihr Glück halten den geistlichen Aspekt vor allem Brasilianer (57 Prozent), Südafrikaner (56 Prozent) und Bürger in Saudi-Arabien (55 Prozent).

Weltweit gesehen schrumpft der Anteil der Glücklichen

Global gesehen nimmt der Anteil der Erwachsenen ab, die sich für glücklich halten. 64 Prozent sagen dies aktuell von sich. 2018 waren es noch 70 Prozent und 2011 sogar 77 Prozent. Vor allem in lateinamerikanischen Ländern ist das Glücksempfinden gegenüber 2018 stark zurückgegangen. Das gilt besonders für Argentinien (–22 Prozentpunkte), Chile (–21) und Brasilien (–12). Am unglücklichsten sind derzeit die Menschen in Argentinien (34 Prozent), Spanien (46 Prozent) und Russland (47 Prozent).

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