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28. März 2020

Pfingstkirchlicher Präses Justus: Ängste sind keine guten Ratgeber

Der Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, Johannes Justus. Foto: Privat
Der Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, Johannes Justus. Foto: Privat

Hannover (idea) – Der Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP), Pastor Johannes Justus (Hannover), hat dazu aufgerufen, sich in der Corona-Krise nicht von Ängsten bestimmen zu lassen. Ängste seien in der Regel keine guten Ratgeber, schreibt Justus in seinem Online-Blog (johannes-justus.de). Sie könnten den Menschen zwar vorsichtiger und aufmerksamer werden lassen, aber auch lähmen, Vertrauen zerstören sowie Körper und Seele schwächen.

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Er verweist auf den Vers 16,33 im Johannesevangelium: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Katstrophen habe es in der Welt bereits unzählige gegeben, so Justus. „Und auch das können wir als Bibelleser mit Sicherheit sagen: Die Covid-19 Krise ist nicht die letzte.“

Zeichen eines baldigen Weltuntergangs?

Justus warnt ferner davor, die Corona-Pandemie als Zeichen eines baldigen Weltuntergangs zu sehen. Es sei „seltsam“, dass einige Christen plötzlich „genau zu wissen scheinen, dass das Weltende unmittelbar bevorsteht“. Doch Christen, so Justus, erwarteten „nicht das Weltende, sondern die Wiederkunft unseres Herrn, die uns verheißen ist“. Jesus selbst habe diese Wiederkunft angekündigt und dazu aufgerufen, zu wachen. Das sei eine der wichtigen Erkenntnisse dieser Krise: „Wir werden daran erinnert, wachsam zu sein. Die Zeit, die viele von uns nun haben, dürfen wir nutzen, um Gott zu suchen.“

„Unsere Hoffnung ist nicht von dieser Welt“

Justus ruft dazu auf, Menschen Trost zuzusprechen: „Unsere Hoffnung ist nicht von dieser Welt, weil wir auf den vertrauen, der nicht von dieser Welt ist. So lautet die simple gute Nachricht heute: Es gibt Hoffnung in dem Herrn! Deshalb finden wir unseren Halt und unsere Zuversicht in ihm.“ Er ermutigt, diese Hoffnung mit anderen zu teilen: „Unsere Verwandten, Nachbarn und Freunde suchen gerade in dieser Zeit nach Orientierung und Halt. So lasst uns die Botschaft des Vertrauens weitertragen und mit unserem Nächsten teilen.“

Menschen stellen sich den grundsätzlichen Fragen über Leben und Tod

Mit Bezug auf das Sprichwort „Nur wer die Tiefen des Lebens kennt, lernt auch die Höhen zu schätzen“ schreibt Justus: „Ich glaube, dass wir derzeit auf besondere Weise lernen dürfen, dankbar zu sein – dankbar für das, was wir bisher hatten.“ Viele Menschen würden aufgrund der Corona-Krise das Leben mit neuen Augen sehen und sich wieder grundsätzliche Fragen über das Leben und den Tod stellen: „Dies ist eine große Chance für das Evangelium. Lasst uns sie ergreifen!“ Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden umfasst derzeit 843 Gemeinden mit gut 63.000 Mitgliedern.

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