Montag • 25. März
Schwerin
10. März 2019

Nordkirche verabschiedet Landesbischof Gerhard Ulrich

Gerhard Ulrich bei seiner Abschiedspredigt im Schweriner Dom. Foto: Nordkirche/Rainer Cordes
Gerhard Ulrich bei seiner Abschiedspredigt im Schweriner Dom. Foto: Nordkirche/Rainer Cordes

Schwerin (idea) – Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Gerhard Ulrich (Schwerin), ist am 9. März in Schwerin verabschiedet worden. Er geht in den Ruhestand. In einem Gottesdienst im Schweriner Dom wurde Ulrich von seinen Pflichten entbunden und gab sein Amtskreuz zurück. Er hatte die Nordkirche seit ihrer Gründung im Jahr 2012 geführt. In einer Ansprache würdigte der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Ralf Meister (Hannover), Ulrich als „hellwachen Protestanten in bewegten Zeiten“. Der scheidende Landesbischof habe immer „kritische Zeitgenossenschaft in dieser Welt mit der Realität Gottes“ verbinden wollen. Dabei sei er „ein guter Zuhörer mit großer Menschenfreundlichkeit und immer auch ein Brückenbauer“ gewesen.

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Ulrich: Gott zeigt sich an ungeahnten Orten

Ulrich erinnerte sich in seiner Predigt an den Beginn seiner theologischen Laufbahn im Jahr 1973. Damals war er als junger Schauspieler am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg engagiert. In einem Theaterstück hörte er eine Lesung des 139. Psalms und war tief ergriffen von ihr. Dieses Erlebnis habe ihn geprägt. „So verstehe ich meinen Dienst der Verkündigung: vor Gott bringen, was uns bewegt, sein Wort laut werden lassen in der Welt, die dieses Wortes so dringend bedarf. Immer bin ich getragen seither von der Gewissheit, dass Gott sich zeigt – oft an ungeahnten Orten“, so Ulrich.

Schwesig: Die Nordkirche ist gut zusammengewachsen

In dem Gottesdienst überbrachte außerdem die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), Grüße der Landesregierung. Die Nordkirche sei schon sehr gut zusammengewachsen, erklärte die Politikerin in ihrer Ansprache. „Nach fast sechs Jahren ihres Bestehens ist die Nordkirche für viele evangelische Christen bei uns im Land ein wirkliches Zuhause geworden.“

Kühnbaum-Schmidt tritt im April die Nachfolge an

Ulrichs Amtszeit endet am 31. März. Seine Nachfolgerin wird die bisherige Regionalbischöfin des Sprengels Meiningen-Suhl der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Pröpstin Kristina Kühnbaum-Schmidt (Meiningen). Die Nordkirche hat 2,1 Millionen Mitglieder in fast 1.000 Kirchengemeinden. Ihr Gebiet reicht von der dänischen bis zur polnischen Grenze. Sie entstand 2012 aus der Fusion der drei nördlichen Landeskirchen – der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Pommerschen Evangelischen Kirche und der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche.

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