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Dortmund
19. Oktober 2018

Kirchentag lehnt Angebot eines christlichen Unternehmers ab

Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag soll vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund stattfinden. Foto: DEKT/Stephan Schütze
Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag soll vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund stattfinden. Foto: DEKT/Stephan Schütze

Dortmund (idea) – Der Deutsche Evangelische Kirchentag hat das Angebot des christlichen Unternehmers Wolfgang Erbach (Welver) abgelehnt, dem Protestantentreffen eine Lagerhalle zum Selbstkostenpreis zu überlassen. Die Offerte war an die Bedingung geknüpft, dass der Bestsellerautor Peter Hahne (Berlin) und der Evangelist Ulrich Parzany (Kassel) auf dem Kirchentag in Dortmund täglich für eine halbe Stunde auftreten dürfen. Erbach berichtete gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, der Kirchentag habe von ihm im April 2017 für zwei Jahre eine Halle im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck gemietet. In den Verhandlungen habe er angeboten, im Gegenzug für die Auftritte von Hahne und Parzany auf 3.000 Euro Miete pro Monat zu verzichten. Der Kirchentag habe ihm aber mitgeteilt, dass er lieber den vollen Mietpreis zahlen wolle, als „sich darauf festzulegen“.

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Kirchentag: „Man kann sich nicht ins Programm einkaufen“

Die Pressesprecherin des Kirchentages, Sirkka Jendis (Dortmund), erklärte dazu gegenüber idea, den Organisatoren des Protestantentreffens sei „wichtig, dass ein breites Spektrum von Meinungen und christlichen Überzeugungen beim Kirchentag auftauchen, auch die, für die Parzany und Hahne stehen“. Erbachs Vorschlag sei aber aus grundsätzlichen Erwägungen abgelehnt worden. Die Einzelveranstaltungen würden von unabhängig arbeitenden Projektgruppen nach rein inhaltlichen Kriterien gestaltet. „Man kann sich bei uns nicht ins Programm einkaufen“, so Jendis. Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag soll vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund stattfinden. Zu den etwa 2.500 geplanten Einzelveranstaltungen werden rund 100.000 Dauerteilnehmer erwartet.

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