Donnerstag • 18. Oktober
EKD-Studie
24. September 2018

Jeder Zweite meint: Der Islam passt nicht in die deutsche Gesellschaft

Gläubige beim Freitagsgebet in einer Münchner Moschee. Foto: picture-alliance/SZ Photo
Gläubige beim Freitagsgebet in einer Münchner Moschee. Foto: picture-alliance/SZ Photo

Berlin (idea) – Die Deutschen sind in ihrer Haltung gegenüber dem Islam und Muslimen gespalten. Das geht aus einer Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD (Hannover) hervor, die am 24. September in Berlin vorgestellt wurde. Danach sind 33 Prozent der Deutschen überzeugt, dass der Islam in die deutsche Gesellschaft passt. 54 Prozent verneinen das, 13 Prozent wissen es nicht oder machen keine Angabe. Hingegen findet die Frage, ob Muslime zum Alltag in Deutschland gehören, eine Mehrheit: 69 Prozent der Befragten stimmen dem zu. 24 Prozent lehnen das ab, sieben Prozent beantworten die Frage nicht. 54 Prozent haben zudem den Eindruck, „dass unter den Muslimen in Deutschland viele religiöse Fanatiker sind“. 50 Prozent sind überzeugt, dass das Christentum und der Islam einen gemeinsamen Glaubenskern haben. 43 Prozent hätten nichts gegen einen muslimischen Bürgermeister in ihrer Gemeinde und 33 Prozent sprechen sich für islamischen Religionsunterricht in öffentlichen Schulen aus. Auf die Frage, wie gut man über den Islam informiert sei, antworten 47 Prozent „teils, teils“. 27 Prozent sehen sich eher gut oder sehr gut informiert, 24 Prozent eher schlecht oder sehr schlecht. 73 Prozent haben einen persönlichen Kontakt zu Muslimen, etwa privat, im Arbeitsleben oder bei Einkäufen.

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Mehrheit begrüßt gemeinsame Gebete von Christen und Muslimen

Eine Frage beschäftigte sich mit den Erwartungen der Bürger an die evangelischen Kirchen im Umgang mit dem Islam. 63 Prozent fordern, den Dialog beizubehalten oder zu verstärken, hingegen wollen ihn 22 Prozent einschränken oder beenden. Den Befragten der Studie zufolge soll der Dialog vor allem dem gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie der Achtung von Regeln des Zusammenlebens dienen. 52 Prozent begrüßen es, wenn Christen und Muslime zusammen beten, 31 Prozent lehnen das ab. 34 Prozent finden es gut, wenn Christen sich für den Bau einer Moschee einsetzen, 51 Prozent verneinen das. An der Befragung beteiligten sich 2.000 Bürger.

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