Gesellschaft
Zwei von drei wollen selbst über ihren Todeszeitpunkt entscheiden
26.11.2025

Zwei von drei Deutschen (66 Prozent) wollen selbst entscheiden, wann sie sterben. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.
Hintergrund ist die öffentliche Debatte über den Umgang mit Sterbehilfe, den der assistierte Suizid der Kessler-Zwillinge Alice und Ellen ausgelöst hat.
Nur etwa jeder zehnte Befragte (elf Prozent) erklärt, dass er nicht selbst mitbestimmen will, wann er stirbt. 19 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, vier Prozent machten keine Angabe. Männer und Frauen äußern den Wunsch nach Selbstbestimmung über den Todeszeitpunkt gleich oft (jeweils 66 Prozent). Ostdeutsche tun es etwas häufiger als Westdeutsche (69 Prozent gegenüber 65 Prozent).
Der Wunsch ist bei älteren Befragten tendenziell weiter verbreitet als bei jüngeren (18- bis 29-Jährige: 61 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 57 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 68 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 64 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 73 Prozent; über 70-Jährige: 70 Prozent).
Unter den Kirchenmitgliedern haben die Katholiken ihn am häufigsten (66 Prozent), gefolgt von den landeskirchlichen Protestanten (65 Prozent) und den Freikirchlern (52 Prozent). Bei Muslimen teilen ihn 43 Prozent, bei den Konfessionslosen 77 Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien wollen die Sympathisanten der Linken den Zeitpunkt ihres Todes am häufigsten selbst bestimmen (77 Prozent), gefolgt von den Parteigängern der Grünen (74 Prozent), der AfD (72 Prozent), der CDU/CSU (71 Prozent) und der SPD (60 Prozent).
Für die Erhebung wurden 2.008 Erwachsene im Zeitraum vom 21. bis 24. November befragt.

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