Gesellschaft
Zwei von drei sagen: Soziale Medien erst ab 16 Jahren erlauben
10.12.2025

Fast zwei Drittel der Deutschen (63 Prozent) sind dafür, dass Deutschland dem Beispiel Australiens folgt und die Nutzung Sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verbietet. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Knapp jeder Vierte (23 Prozent) spricht sich gegen ein solches Verbot aus. Zwölf Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, zwei Prozent machten keine Angabe.
Frauen und Männer liegen in der Forderung nach einem Verbot etwa gleichauf (64 Prozent gegenüber 62 Prozent), ebenso wie Westdeutsche und Ostdeutsche (63 Prozent gegenüber 61 Prozent). Die Zustimmung dazu steigt mit zunehmendem Lebensalter, aber auch bei den jüngsten Befragten ist schon eine absolute Mehrheit dafür (18- bis 29-Jährige: 52 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 60 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 61 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 63 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 68 Prozent; über 70-Jährige: 71 Prozent).
Unter den Kirchenmitgliedern sind die landeskirchlichen Protestanten mit 67 Prozent am häufigsten dafür, gefolgt von den Katholiken (63 Prozent) und den Freikirchlern (62 Prozent). Bei den Muslimen teilen 54 Prozent diese Forderung, bei den Konfessionslosen sind es 64 Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien gibt es in dieser Frage relativ ähnliche Zustimmungswerte: Sie sind bei den Sympathisanten der CDU/CSU am höchsten (70 Prozent), gefolgt von den Parteigängern der AfD (66 Prozent), der Linken (64 Prozent), der SPD (63 Prozent) und der Grünen (62 Prozent).

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