Gesellschaft
Zwei von drei Deutschen: Glaube hat kaum Einfluss auf Wahlentscheidung
17.09.2025

Für zwei von drei Deutschen (66 Prozent) hat ihr Glaube nach eigenen Angaben keinen maßgeblichen Einfluss auf ihre Wahlentscheidung. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Nur jeder Fünfte (21 Prozent) gesteht seinem Glauben einen großen Einfluss auf seine Wahlentscheidung zu. Acht Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, vier Prozent machten keine Angabe.
Männer machen die Entscheidung an der Wahlurne etwas öfter von ihrem Glauben abhängig als Frauen (23 Prozent gegenüber 19 Prozent). West- und Ostdeutsche liegen in dieser Frage mit jeweils 21 Prozent gleichauf. Die verschiedenen Altersgruppen geben ein sehr stark unterschiedliches Bild ab: Während bei den 18- bis 29-Jährigen mehr als jeder Dritte (37 Prozent) seinem Glauben maßgeblichen Einfluss auf seine Wahlentscheidung einräumt, ist es bei den über 70-Jährigen mit zwölf Prozent nur etwa jeder Zehnte (30- bis 39-Jährige: 31 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 25 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 15 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 13 Prozent).
Große Unterschiede gibt es auch zwischen den Konfessionen: Während der Glaube für 59 Prozent der Freikirchler wesentlichen Einfluss auf die Wahlentscheidung hat, sind es bei den Katholiken 28 Prozent und bei den landeskirchlichen Protestanten 20 Prozent. Unter Muslimen liegt der Wert bei 52 Prozent, unter Konfessionslosen bei zehn Prozent.
Unter den Anhängern der politischen Parteien räumen die Sympathisanten der CDU/CSU ihrem Glauben mit 26 Prozent am häufigsten relevanten Einfluss auf die Wahlentscheidung ein, gefolgt von den Parteigängern der SPD, der AfD und der Linken mit jeweils 22 Prozent sowie der Grünen mit 18 Prozent.

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