Frei-/Kirchen

Zeal Church: Spendenkampagne für „Stay“-Café gestartet

Die Leipziger Freikirche hat eine Spendenkampagne für ihr von der Schließung bedrohtes Café „Stay“ gestartet. Mit 160.000 Euro soll das finanzielle Loch geschlossen werden, das durch 26 Anschläge auf die Einrichtung innerhalb von zweieinhalb Jahren entstanden ist.

Lesezeit: 3 min

Das Ziel der Kampange sind 160.000 Euro. Screenshot: gofundme.com
Das Ziel der Kampange sind 160.000 Euro. Screenshot: gofundme.com

Die freikirchliche „Zeal Church“ in Leipzig hat eine Spendenkampagne für ihr von der Schließung bedrohtes Café „Stay“ gestartet. Auf der Plattform GoFundMe ist unter dem Motto „Für Religionsfreiheit. Gegen Einschüchterung. Jetzt helfen!“ ein Spendenziel von 160.000 Euro ausgerufen worden. Hintergrund sind 26 Anschläge auf das Café innerhalb von zweieinhalb Jahren, die die Gemeinde finanziell an ihre Grenzen gebracht haben.

Finanzielles Loch von 160.000 Euro

In dem Spendenaufruf heißt es, die vergangenen Angriffe hätten ein „finanzielles Loch“ von rund 160.000 Euro hinterlassen. „Dabei geht es nicht nur um aktuelle Reparaturen.“ In der Summe steckten auch Investitionen, die getätigt worden seien, um das Café überhaupt zu eröffnen: Renovierungsarbeiten, Einrichtung, Technik, Mobiliar und vieles mehr. Werte, die durch die Schließung und die Folgen der Anschläge teilweise verloren gingen.

Hinter ihnen stünden zweieinhalb Jahre voller „Arbeit, Herzblut und der Hoffnung, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen willkommen sind“. Die Initiatoren der Spendenkampagne betonen: „Gewalt darf nicht das letzte Wort haben.“ Deshalb bitte man um Unterstützung.

Schließung Ende Juni angekündigt

Der leitende Pastor der Gemeinde, René Wagner, hatte am 31. Mai in einem Gottesdienst mitgeteilt, dass das Café Ende Juni schließen müsse. Nach massiven Sachschäden, wiederholten Schließungen und einem anhaltenden „digitalen Shitstorm“ sei der Schritt aus finanziellen Gründen unausweichlich. Die Entscheidung sei „sehr hart“ und alles andere als leichtgefallen. Hinter dem Café stünden „Menschen, Arbeitsplätze, Träume, investierte Zeit, Gebete, viel Herzblut, viele schlaflose Nächte, viel Geld“.

Den bislang größten Schaden richtete ein Buttersäure-Anschlag in der Nacht von Heiligabend auf den ersten Weihnachtstag 2025 an. Allein dabei entstand nach Angaben der Gemeinde ein Schaden von rund 20.000 Euro. Hinzu kamen Einnahmeausfälle wegen wiederholter Schließungen sowie eingeworfene Scheiben und Graffiti an der Fassade.

In dem Spendenaufruf heißt es weiter, man glaube weiterhin daran, „Menschen zu lieben – auch dann, wenn wir selbst verletzt werden“. Die Initiatoren danken für Unterstützung, Gebete und Solidarität: „Lasst uns gemeinsam zeigen, dass Hass und Gewalt zerstören kann – aber Liebe, Hoffnung und Zusammenhalt stärker sind.“ Und weiter: „Das Stay schließt – aber das, wofür es stand, bleibt bestehen.“

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