Porträt
Wunderheilung erlebt
28.06.2025

Heftige Erschöpfung und Schwächeanfälle: Der Chemnitzer Christoph Bauer war schwer krank. Er konnte sich kaum bewegen und ertrug weder Lärm noch Sonnenlicht – bis Gott ihn heilte. Ein Porträt von IDEA-Redakteur Steffen Ryll
Frühling 2022. Christoph Bauer liegt im Bett. Das Zimmer ist abgedunkelt. Gerade hat er mit seinem zweijährigen Sohn gespielt. Doch nach drei Minuten musste seine Frau ihn wieder zu sich nehmen. Bauer hatte keine Kraft mehr. Vielleicht schafft er es später noch, eine Nachricht ins Handy zu tippen und eine Seite in der Bibel zu lesen. Dazwischen braucht er Ruhe.
Die ersten Symptome – plötzliche Schwächeanfälle – traten bei dem heute 36-Jährigen Ende 2019 auf. Nach einem positiven Autoantikörpertest verhärtet sich der Verdacht auf Myalgische Enzephalomyelitis (ME), einem Teilsektor des Chronischen Fatigue Syndroms (ME/CFS). Rund 24 Stunden nach einer körperlichen Anstrengung ist der sportliche Mann extrem erschöpft. Seine Beine brennen, er kann kaum noch gehen. Nur kurze Gespräche sind möglich.
Zuversichtlich – dank Gott
Einige Arztbesuche und ein – wie sich später herausstellte – unnötiger Psychiatrieaufenthalt brachten keine Besserung. ME/CFS gilt als unheilbar. Betroffene müssen sich schonen, Stress und andere Reize vermeiden. Trotz allem war sich Bauer sicher, wieder gesund zu werden: „Ich bin überzeugt, Gott hat mir diese Zuversicht gegeben.“ Er wuchs im sächsischen Mittweida auf und besuchte mit seiner Familie die Landeskirchliche Gemeinschaft. An Gott glaubte er von klein auf – ernsthaft gezweifelt habe er nie.
Anfang 2022 musste er zurück in sein Elternhaus ziehen. Es wurde sein Krankenlager. Seine Eltern versorgten den geschwächten Sohn, auch seine Frau unterstützte ihn insbesondere geistlich.
Ein halbes Jahr später erzählte sie ihm von einer Vision, die sie beim Beten hatte: Gemeinsam mit Jesus betrat sie eine Gefängniszelle, in der ihr Mann angekettet war. Von Dämonen getrieben, musste er im Kreis laufen. Sie sah, wie Jesus die bösen Geister vertrieb, die Ketten sprengte und ihren Mann umarmte. Nachdem sie die Zelle gemeinsam verlassen hatten, habe Jesus die Tür mit Blut versiegelt.
Bauer: „Ich habe es mir angehört und zunächst keine Veränderung gespürt, aber war gespannt, was Gott vorhat.“
Vom Heiligen Geist geführt
Einige Tage danach betete das Ehepaar gemeinsam mit einem Seelsorger. An der Hand seiner Frau ging Bauer ein paar Schritte. „Plötzlich fingen meine Beine an zu zittern, und bald vibrierte mein ganzer Körper. Für mich war das eine Erfahrung der Gegenwart Gottes“, erinnert er sich.
Anstatt ins Bett zurückzukehren, „führte mich der Heilige Geist“ weiter bis in den Garten. Das Sonnenlicht, das ihn zuvor überreizt hatte, störte ihn nicht mehr. „Wir haben Gott für meine Heilung gedankt“, sagt Bauer. Seit diesem Tag ist seine Krankheit verschwunden. „Dieses Jahr bin ich sogar bei einem Marathon in Chemnitz mitgelaufen.“ Er ist sich sicher: „Gott hat mich geheilt.“
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