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Württemberg: Nach drei Wahlgängen kein Bischof

17.03.2022

Nötig für einen Beschluss sind 58 Stimmen. Foto: Siegfried Denzel/elk-wue.de
Nötig für einen Beschluss sind 58 Stimmen. Foto: Siegfried Denzel/elk-wue.de

Stuttgart (IDEA) - Nach drei erfolglosen Anläufen wurde die Wahl eines neuen Bischofs für die Evangelische Landeskirche in Württemberg unterbrochen. Bis Redaktionsschluss bekam keiner der drei Kandidaten die erforderliche Zweidrittelmehrheit der 86 anwesenden Synodalen. Nötig sind 58 Stimmen.

Im dritten Wahlgang erhielt der Vorstandsvorsitzende des Diakoniewerks „Die Zieglerschen“ (Wilhelmsdorf bei Ravensburg), Pfarrer Gottfried Heinzmann (56), mit 41 Stimmen die größte Zustimmung. Er wird von der theologisch konservativen „Lebendigen Gemeinde“ (30 Mitglieder) und der Reform-Initiative „Kirche für morgen“ (12 Mitglieder) unterstützt. Für die Kandidatin der liberalen „Offenen Kirche“ (31 Mitglieder), Studieninspektorin Viola Schrenk (51) vom Evangelischen Stift in Tübingen, votierten 39 Synodale. Sechs Stimmen waren ungültig.

Entsprechend der Wahlordnung scheidet Viola Schrenk nach dem dritten Wahlgang aus. Bereits nach dem zweiten Wahlgang hatte der vom Mitte-Gesprächskreis „Evangelium und Kirche“ (17 Mitglieder) vorgeschlagene Ulmer Dekan Ernst-Wilhelm Gohl (58) seine Bewerbung zurückgezogen. Für ihn hatten 19 Synodale gestimmt.

Wenn Heinzmann im vierten Wahlgang auch nicht die nötige Zweidrittelmehrheit bekommt, muss der Nominierungsausschuss einen neuen Wahlvorschlag aufstellen. Der seit 2005 amtierende Bischof Frank Otfried July (67) wird im Juli in den Ruhestand gehen.

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