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IDEA INTERN

Was ist die Aufgabe von Journalisten?

17.02.2021

IDEA-Redaktionsleiterin Daniela Städter. Grafik: IDEA/Daniel Höly
IDEA-Redaktionsleiterin Daniela Städter. Grafik: IDEA/Daniel Höly

In unserer Rubrik „IDEA intern“ können Sie der IDEA-Redaktion über die Schulter schauen und uns Fragen stellen. Schreiben Sie uns: idea@idea.de

Uns erreichen täglich viele Rückmeldungen von Lesern. Manche ärgern sich über Beiträge, andere bedanken sich. Oftmals führt derselbe Artikel zu gegensätzlichen Reaktionen – aktuell vor allem beim staatlichen sowie dem kirchlichen oder theologischen Umgang mit der Corona-Pandemie. Kürzlich hieß es in einem Schreiben, dass Journalismus das Gute fördern solle. Wer wie IDEA die Konzepte der Regierung im Kampf gegen Corona infrage stelle, untergrabe die Moral der Bevölkerung. Dazu drei grundsätzliche Gedanken:

1. Journalisten sind weder die Pressesprecher der Regierung noch die Öffentlichkeitsverantwortlichen der Kirchen. Sie publizieren Informationen, damit sich die Leser eine Meinung bilden können. Sie beobachten, formulieren Kritik, stellen Fragen, setzen eigene Schwerpunkte. In Meldungen liefern sie Fakten, in Kommentaren begründen sie ihre Meinung. Das gilt für Journalisten bei säkularen Medien ebenso wie für eine evangelische Nachrichtenagentur wie IDEA. Man kann den Eindruck gewinnen, dass es in vielen Medien immer mehr Beispiele für sogenannten „Haltungsjournalismus“ gibt, so dass Fakten und Meinungen verschwimmen. Manche Bürger halten das mittlerweile für normal, andere sind genervt. Auf Dauer beschädigt es das Vertrauen in die Medien.

2. Zu einer lebendigen Demokratie gehören unterschiedliche Ansichten. Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt(SPD) formulierte einst: „Eine Demokratie, in der nicht gestritten wird, ist keine.“ Es wäre schlimm, wenn sich niemand trauen würde, von der Mehrheitsmeinung abzuweichen.

3. Wer Missstände benennt, trägt dazu bei, dass diese als solche erkannt und behoben werden. IDEA bemüht sich dabei, nicht nur Probleme zu benennen, sondern auch Alternativen aufzuzeigen. Wir wollen mit unserer Arbeit nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung sein.

– IDEA-Redaktionsleiterin Daniela Städter

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