Kleine Kanzel
Was für ein Trost!
12.01.2025

„Aber Noah fand Gnade vor dem Herrn“ – Eine Auslegung zu 1. Mose 6,8 von Alan Haufe
Dieser Vers steht in einem interessanten und dennoch auch sehr traurigen Zusammenhang. Nur neun Generationen nach der Erschaffung der Welt und der Menschheit lesen wir von Gottes klarem Beschluss, seine Schöpfung komplett zu vernichten.
Die Sünde hat stark um sich gefressen. Die Grausamkeit und Brutalität der Menschen haben ein unfassbares Ausmaß angenommen. Menschen lassen sich gottgleich als Helden verehren. Und selbst die Nachkommen Sets, des dritten Sohnes von Adam und Eva, zu dessen Lebzeiten man damit begann, den Namen Gottes anzurufen: Selbst diese Segenslinie Gottes hat die Wege des Herrn verlassen. Sie haben sich Frauen genommen, die sie wollten. Gott hat alles gesehen – und seine Gnadenfrist findet ein Ende.
Gott zeigt seine Geduld
Doch wie aus dem Nichts folgt dann Vers 8. Wie eine strahlende Sonne in dieser bedrückenden Finsternis. Noah war keineswegs sündlos, wie wir im weiteren Verlauf seiner Geschichte lesen können: Aber er war ein Mann, der Gott glaubte.
Übrigens taucht hier das erste Mal das Wort Gnade auf. Doch war die Gnade Gottes schon mehrfach in den vorherigen Kapiteln zu sehen: Hätten Adam und Eva nicht sofort sterben müssen? Wie barmherzig ging Gott mit Kain um? Durch alle Generationen bis hin zu Noah sehen wir Gottes Langmut. Dieser Vers ist ein Trost, wie er sich auch in der Namensbedeutung von Noah widerspiegelt. Welch ein Trost und welche Ruhe im Angesicht des anstehenden Gerichts!
Ist das nicht auch unsere Situation? Wenn Sie mit Jesus leben, setzen Sie Ihren Namen in den Bibelvers ein. Denn auch Sie haben Gnade gefunden in den Augen des Herrn! Dann haben Sie alles erreicht, was man auf dieser Erde erreichen kann.

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