Frei-/Kirchen
Vertrauen in Stiftungen ist weit größer als in Kirchen und Staat
Eine große Mehrheit ist überzeugt, dass Stiftungen ihre Mittel verantwortungsvoll einsetzen. Andere Akteure wie die Kirchen schneiden in einer Umfrage deutlich schlechter ab.
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Stiftungen genießen in der Bevölkerung in Deutschland einen deutlichen Vertrauensvorsprung vor Kirche und Staat. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der ChildInvest Foundation (München) hervor, der Dachstiftung der SOS-Kinderdörfer weltweit.
Demnach sind mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) der Meinung, dass Stiftungen ihre Mittel verantwortungsvoll für gesellschaftliche Aufgaben einsetzen. Dahinter folgen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen (70 Prozent), Kirchen und Religionsgemeinschaften (44 Prozent) und staatliche Stellen (38 Prozent).
Neun von zehn Deutschen (89 Prozent) sind der Meinung, dass Stiftungen einen besonders wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Hier rangieren sie deutlich vor Hilfs- und Entwicklungsorganisationen (65 Prozent), Kirchen und Religionsgemeinschaften (42 Prozent) sowie Unternehmen und Wirtschaft (30 Prozent).
„Die Ergebnisse zeigen, dass Stiftungen für viele Menschen ein glaubwürdiger und relevanter Partner sind, wenn es um die Zukunft unserer Gesellschaft geht“, erklärte die Vorständin der ChildInvest Foundation, Claudia Straßer. „Das ist eine starke Basis – aber sie ist an eine klare Erwartung geknüpft: Wer Vertrauen will, muss Wirkung nachvollziehbar machen.“
Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im April über 1.500 zufällig ausgewählte deutschsprachige Personen ab 18 Jahren.