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Glaube

USA: Jüngere glauben seltener an einen allmächtigen Gott

16.08.2023

Rund 50 Prozent der Angehörigen der Generation Z glauben daran, dass Gott „der allmächtige, allwissende, vollkommene Schöpfer des Universums“ ist, der die Welt regiert. Bei älteren Befragten ist dieser Anteil höher. Symbolfoto: unsplash.com
Rund 50 Prozent der Angehörigen der Generation Z glauben daran, dass Gott „der allmächtige, allwissende, vollkommene Schöpfer des Universums“ ist, der die Welt regiert. Bei älteren Befragten ist dieser Anteil höher. Symbolfoto: unsplash.com

New York (IDEA) – In den USA bestehen zwischen den Generationen deutliche Unterschiede hinsichtlich ihrer Glaubensüberzeugungen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Amerikanischen Bibelgesellschaft (New York) hervor.

So glauben 50 Prozent der Angehörigen der Generation Z (zwischen 1997 und 2012 geboren) daran, dass Gott „der allmächtige, allwissende, vollkommene Schöpfer des Universums“ ist, der die Welt regiert. Bei älteren Befragten ist dieser Anteil höher. Am höchsten ist er mit 72 Prozent bei den zwischen 1928 bis 1945 Geborenen. Lediglich vier Prozent von ihnen gaben an, dass sie nicht an die Existenz eines Gottes glauben.

Bei den übrigen Generationen war dieser Anteil deutlich höher: zehn Prozent bei den Babyboomern (zwischen 1946 und 1964 geboren) und zwölf Prozent bei der Generation Z sowie jeweils elf Prozent bei der Generation X (zwischen 1965 und 1980 geboren) und den Millennials (zwischen 1981 und 1996 geboren).

Auch der Anteil an Atheisten, Agnostikern und Konfessionslosen ist unter Jüngeren deutlich höher. Unter den Befragten der Generation Z machen sie ein Drittel aus (34 Prozent), bei den Babyboomern sind sie mit neun Prozent hingegen eine kleine Minderheit. Doch selbst innerhalb der Generation Z betrachtet sich die absolute Mehrheit (58 Prozent) nach wie vor als christlich.

Anteil der Evangelikalen und Katholiken nimmt ab

Allerdings stellen die Autoren der Studie eine Verschiebung des Kräfteverhältnisses zwischen den Konfessionen fest. Während der Anteil der Erwachsenen, die sich als evangelikal bezeichnen, zwischen 2021 und 2023 von 27 auf 19 Prozent gesunken ist, war er unter jüngeren Befragten schon 2021 mit 22 Prozent niedriger und ist weiter auf 13 Prozent gesunken.

Auch der Prozentsatz der Katholiken ist mit elf Prozent in der Generation Z geringer als in der Gesamtbevölkerung (19 Prozent). 2021 lag er noch bei 16 Prozent (Generation Z) bzw. 21 Prozent (Gesamtbevölkerung). Im gleichen Zeitraum stieg zudem der Anteil der „Mainline-Protestanten“, also der Angehörigen der traditionellen evangelischen Kirchen (dazu werden unter anderen Lutheraner, Reformierte und Methodisten gezählt) moderat von 15 auf 17 Prozent in der Gesamtbevölkerung und etwas stärker in der Generation Z (von 13 auf 19 Prozent).

Immer weniger praktizierende Christen und Bibelleser

Auch in Bezug auf die Glaubenspraxis stellt die Studie große Unterschiede zwischen den Generationen fest. Während sich ein Drittel der Älteren (32 Prozent) als praktizierende Christen bezeichnet (sie besuchen mindestens einmal im Monat einen Gottesdienst und sehen ihren Glauben als sehr wichtig für ihr Leben), sind es bei den Babyboomern 28 Prozent, bei der Generation X 23 Prozent und bei den beiden jüngeren Generationen jeweils 13 Prozent.

Das gilt ebenso für die Bibellektüre. Zu denen, die mindestens drei Mal im Jahr in der Bibel lesen, zählt sich unter den Älteren jeder Zweite (49 Prozent), unter den Jüngeren jeder Dritte (33 Prozent der Millennials und 30 Prozent der Angehörigen der Generation Z). Laut den Autoren ist 2023 dabei das erste Jahr, in dem Bibelleser in allen Generationen weniger als 50 Prozent der Befragten bilden.

Für die Studie wurden 2.761 Erwachsene im Zeitraum vom 5. bis 30. Januar 2023 befragt.

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