Ressorts
icon-logo

Frei-/Kirchen

Uphoff: Die Pfingstbewegung differenziert betrachten

08.08.2021

Frank Uphoff ist Vizepräses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden. Foto: Stefan Mikolon
Frank Uphoff ist Vizepräses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden. Foto: Stefan Mikolon

Velbert (IDEA) – Der Vizepräses im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP), Frank Uphoff (Velbert), hat dazu aufgerufen, die weltweite Pfingstbewegung differenziert zu betrachten. Anlass sind Aussagen des katholischen Erzbischofs Ludwig Schick (Bamberg). Dieser hatte sich unlängst bei einer internationalen Tagung des Instituts für Weltkirche und Mission (Frankfurt am Main) kritisch über die „Vermischung von Politik und Religion“ in manchen evangelikalen und pfingstkirchlichen Gemeinschaften geäußert. Schick sagte, die „politischen Bestrebungen, die sich in den vergangenen Jahren nicht nur vereinzelt gezeigt haben, sind für uns Anlass zur Sorge“, wie es in einer Pressemitteilung der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz hieß. Die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA bat daraufhin den BFP um eine Einschätzung.

Grenzüberschreitungen gibt es nicht nur in der Pfingstbewegung

Wie Uphoff in seiner Stellungnahme schreibt, begrüßt es der BFP, dass international zur Entwicklung der weltweiten Pfingstbewegung geforscht werde. Dankbar sei man auch für die etablierten Dialoge zwischen Pfingstlern und der katholischen Kirche. Am Rande werde in der Pressemitteilung ausgedrückt, dass Europa im „Politischen Pentekostalismus“ – so lautet das aktuelle Projekt des Instituts für Weltkirche und Mission – eine Ausnahme zu bilden scheine: „Jedoch verfestigt sich beim Lesen der Pressemeldung selbst der Eindruck, dass Pfingstler allgemein weltweit politische Ansprüche hegen und entscheidenden Einfluss nehmen wollen – und deswegen zu verdächtigen wären und vor ihnen zu warnen sei. Hier wünschen wir uns eine deutlichere Differenzierung.“

Politische Relevanz oder Einflussnahme der Kirchen per se als bedenklich einzustufen, halte man aber für falsch: „Natürlich gibt es hier Grenzüberschreitungen, diese sind aber nicht nur im Pentekostalismus zu finden.“ Uphoff betont: „Wir distanzieren uns als BFP von jeglichem Gedankengut, das einseitige, extreme politische Positionen propagiert. Ebenso wenig fordern wir zur Wahl bestimmter Parteien auf oder fördern die Durchsetzung parteipolitischer Programme. Wir stehen für eine Trennung von Kirche und Staat.“ Prägender Herzschlag von BFP-Gemeinden sei es, „dass Menschen in eine lebensbedeutsame, persönliche Beziehung zu Jesus Christus kommen und gesunde christliche Gemeinden nach neutestamentlichem Vorbild gebaut werden“.

Die vollständige Stellungnahme von Frank Uphoff können Sie hier nachlesen.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

IDEA liefert Ihnen aktuelle Informationen und Meinungen aus der christlichen Welt. Mit einer Spende unterstützen Sie unsere Redakteure und unabhängigen Journalismus. Vielen Dank. 

Jetzt spenden.

4 Wochen IDEA Digital 8,95 Euro 1 Euro

Entdecken auch Sie das digitale Abo mit Zugang zu allen Artikeln auf idea.de