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Unzufriedenheit mit öffentlich-rechtlichen Medien gestiegen

21.02.2023

42 Prozent der Bundesbürger sind mit den öffentlich-rechtlichen Medien unzufrieden. Foto: Picture Alliance/Thomas Frey
42 Prozent der Bundesbürger sind mit den öffentlich-rechtlichen Medien unzufrieden. Foto: Picture Alliance/Thomas Frey

Erfurt (IDEA) – Die Unzufriedenheit mit den öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland ist gestiegen. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstitut INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Stiftung Meinung & Freiheit.

Demnach sind 42 Prozent der Bundesbürger mit den öffentlich-rechtlichen Medien unzufrieden. Bei der ersten Befragung im November 2021 waren es 38 Prozent. Aktuell äußert sich eine knappe Mehrheit (51 Prozent) zufrieden mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Deutliche Unterschiede gibt es zwischen Ost und West: Die Zufriedenheit im Westen Deutschlands liegt bei 53 Prozent (Ost inklusive Berlin: 45 Prozent). Im Osten sind dagegen 49 Prozent der Befragten unzufrieden mit den öffentlich-rechtlichen Medien (West: 40 Prozent). Der Rest sagte „weiß nicht“ oder machte keine Angaben.

Die Befragten, die sich politisch links oder in der Mitte verorten, sind jeweils mehrheitlich mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk zufrieden (59 bzw. 55 Prozent). Mit ihm unzufrieden ist dagegen eine Mehrheit der Rechtsorientierten (52 Prozent).

Weitere Ergebnisse: 54 Prozent der Befragten stören sich an der Höhe des Beitrags für die öffentlich-rechtlichen Medien (18,36 Euro pro Monat). Jeder Dritte (32 Prozent) beklagt, dass ihnen die politische Unabhängigkeit fehlt bzw. die Berichterstattung einseitig ist. 37 Prozent der Befragten wünschen, dass die öffentlich-rechtlichen Medien abgeschafft werden.

Für den Vorsitzenden der Stiftung Meinung & Freiheit e.V., den Journalisten und Publizisten Roland Tichy (Frankfurt am Main), zeigt das Ergebnis: „Eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist dringend notwendig.“ Ziel der Stiftung sei es, die Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit gezielt zu stärken sowie die Medienvielfalt zu fördern. Für die Erhebung wurden im Februar 1.002 Personen ab 18 Jahren befragt.

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