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Menschenrechte

Ukraine: Freie evangelische Gemeinden verstärken die Hilfe

18.10.2022

Es ist vorgesehen, sich am Wiederaufbau des Landes zu beteiligen. Foto: pixabay.com
Es ist vorgesehen, sich am Wiederaufbau des Landes zu beteiligen. Foto: pixabay.com

Witten (IDEA) – Angesichts des bevorstehenden Winters will der Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG) die Hilfe für die unter dem Krieg in der Ukraine leidende Bevölkerung intensivieren. Das berichtete der Leiter der FeG-Auslands- und Katastrophenhilfe, Jost Stahlschmidt (Witten), gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Wie umfangreich das Projekt Winterhilfe ausfalle, hänge natürlich auch von den eingehenden Spenden ab. Stahlschmidt ist aber zuversichtlich: „Wir haben sehr treue Unterstützer.“

Die Auslands- und Katastrophenhilfe des Bundes unterstützt dabei ein Hilfsprogramm der Organisation „Habitat for Humanity Deutschland“. Dabei sollen ab sofort in der Region Kiew/Irpin bis zu 1.000 durch den Krieg beschädigte Häuser repariert werden (Aufwand jeweils 2.000 bis 11.000 Euro). Das ist den Angaben zufolge besonders wichtig, da die Temperaturen im Winter voraussichtlich auf bis zu -20 Grad Celsius sinken werden.

Außerdem ist geplant, sogenannte „Winter-Kits“ an bis zu 500 Familien zu verteilen. Sie enthalten Materialien, um Wohnungen und Häuser abzudichten und vor Kälte zu schützen. Ein solches Kit kostet jeweils rund 2.500 Euro. Ziel sei es, die Gebäude „einigermaßen wintertauglich“ zu machen, so Stahlschmidt. In einem dritten Schritt ist vorgesehen, sich am Wiederaufbau des Landes zu beteiligen.

Gut erhaltene Kleidung spenden – „Pakete zum Leben“

Außerdem ruft die Auslands- und Katastrophenhilfe dazu auf, gut erhaltene Kleidung zu spenden. Ein Großteil der Kleiderspenden wird laut Stahlschmidt über die Freien evangelischen Gemeinden gesammelt. Außerdem habe man rund 16.000 Kartons bestellt, um sie mit jeweils zehn Kilogramm Grundnahrungsmitteln zu füllen. Diese „Pakete zum Leben“ und die gespendete Kleidung würden vom Logistikzentrum in Eschenburg-Wissenbach (Lahn-Dill-Kreis) aus mit Lastkraftwagen in die Ukraine gebracht.

Jede Woche starteten bis zu vier Transporte mit jeweils 18 bis 22 Tonnen Hilfsgütern. Die Fahrer arbeiteten ehrenamtlich. Die Auslands- und Katastrophenhilfe des Bundes FeG hat bis Ende September 52 eigene Hilfsgütertransporte und weitere 22 mit befreundeten Hilfswerken organisiert. Für den Hilfsfonds sind ihren Angaben zufolge bisher rund 1,7 Millionen Euro an Spenden eingegangen. Etwa die Hälfte davon sei bereits für die Ukrainehilfe eingesetzt worden.

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