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Theologe: Evangelisation betrifft jeden Christen

02.04.2022

Der Theologe und Gemeindegründer Alexander Reindl war am Donnerstag zu Gast bei den #Stammtischgesprächen auf Instagram. Screenshot: Instagram/ mein.idea
Der Theologe und Gemeindegründer Alexander Reindl war am Donnerstag zu Gast bei den #Stammtischgesprächen auf Instagram. Screenshot: Instagram/ mein.idea

Wetzlar (IDEA) – Evangelisation betrifft jeden Christen. Davon ist der Theologe und Gemeindegründer Alexander Reindl (Innsbruck/Österreich) überzeugt. Er ist Geschäftsführer des evangelikalen Netzwerks „Evangelium21“ sowie Verlagsleiter des reformiert-evangelikalen Verlags „Verbum Medien“.

Reindl war am 31. März Gast beim IDEA-Liveformat #StammTischgespräche der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar) auf Instagram. Er sprach gemeinsam mit IDEA-Redakteur Thomas Richter über die Frage: „Wie rede ich mit Menschen über Jesus?“. Wenn wirklich wahr sei, dass jeder, der nicht an Jesus glaube, hoffnungslos verloren sei, dann gebe es keine wichtigere Aufgabe, als vom Evangelium Jesu Christi zu reden, so Reindl. Gleichwohl ist er der Ansicht, dass nicht jeder Christ die Gabe eines Evangelisten habe, von der die Bibel rede.

Ferner erklärte der 34-Jährige, dass Evangelisation deshalb für viele Christen ein Krampf sei, „weil es hier um alles, um Leben und Tod geht“. Der Teufel habe „maximales Interesse“ daran, dass das Evangelium nicht verkündigt werde. Darüber hinaus hätten Christen bis zur Wiederkunft Jesu auch weiterhin mit der Sünde zu kämpfen. Deshalb würden sie Evangelisation immer wieder als nicht wichtig genug ansehen. Das liege vor allem daran, weil sie von der „Schönheit Jesu“ viel zu wenig ergriffen und zu oft mit sich selbst beschäftigt seien. Außerdem sei Evangelisation sehr häufig nicht einfach, weil Christen immer wieder Ablehnung erleben würden, wenn sie Nichtchristen mit ihrer Verlorenheit konfrontierten.

Das Evangelium in Beziehungen weitergeben

Eine wichtige Rolle bei der Weitergabe des Evangeliums spielen laut Reindl persönliche Beziehungen. Gott habe den Menschen beziehungsfähig geschaffen, weil er als dreieiniger Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist – in einer ewigen, liebevollen und vollkommenen Beziehung lebe. Bei Jesus Christus könne man sehen, wie er als menschgewordener Gott Beziehung gelebt habe. In den Evangelien seien etwa 130 Interaktionen Jesu mit den Menschen überliefert. Über 90 Prozent der Begegnungen fanden Reindl zufolge in dem privaten Umfeld der Personen statt, etwa bei der Arbeit oder bei ihnen zu Hause. Jesus sei dort gewesen, wo die Menschen waren. Er sei ein Freund von Sündern und Zöllnern gewesen, weil er mit ihnen Zeit verbracht habe, ohne ihre Sünde gutzuheißen.

Der Theologe betont, dass aufrichtiges Interesse am Gegenüber aus dem Verständnis erwachse, „dass hier ein Geschöpf des allmächtigen, ewigen und dreieinigen Gottes mir gegenübersitzt“. Weil Gott den Menschen gewollt habe, sollte er auch für Christen interessant sein. Reindl ist verheiratet und hat drei Kinder. Die nächste Folge #StammTischgespräche wird am 21. April übertragen. Thema und Gast werden zuvor auf dem Instagram-Kanal von IDEA – mein.idea – bekanntgegeben. Die Gespräche können dort weiterhin angesehen werden.

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