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Spenden: In den ersten vier Monaten fast 30 Prozent Rückgang

26.06.2023

Das Spendenaufkommen lag in Deutschland von Januar bis April bei 1,56 Milliarden Euro. Symbolfoto: unsplash.com
Das Spendenaufkommen lag in Deutschland von Januar bis April bei 1,56 Milliarden Euro. Symbolfoto: unsplash.com

Berlin (IDEA) – Die Deutschen spenden in diesem Jahr bisher deutlich weniger für gemeinnützige Zwecke als im Vorjahr. Das ermittelte das Marktforschungszentrum GfK im Auftrag des Deutschen Spendenrates (Berlin), wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) berichtete. Ihr liegt die Erhebung vor.

Demnach lag das Spendenaufkommen von Januar bis April bei 1,56 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es laut Spendenrat und GfK 2,22 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von fast 30 Prozent.

Die Deutschen waren im vergangenen Jahr allerdings auch besonders spendenbereit. Grund waren der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die dadurch ausgelöste Flüchtlingswelle. Laut Spendenrat lag das Spendenvolumen in Deutschland im vergangenen Jahr bei insgesamt 5,7 Milliarden Euro. Das war das zweithöchste Aufkommen seit dem Beginn der Erhebungen von Spendenrat und GfK vor fast 20 Jahren.

Nur 2021 – im Jahr der Flutkatastrophe im Ahrtal – wurde noch mehr gespendet. Dem FAS-Bericht zufolge liegt die Spendenbereitschaft in Deutschland jetzt wieder etwa auf demselben Niveau wie vor dem Beginn des Ukraine-Kriegs. Wie es heißt, dürfte das Spendenminus im Vergleich zum Vorjahr am ehesten mit einer Art Gewöhnungseffekt durch die Dauer des Kriegs zu erklären sein.

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