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Soll man eine christliche Kleinpartei wählen?

22.09.2021

Am 26. September stehen in Deutschland die Wahlen an. Foto: pixabay.com
Am 26. September stehen in Deutschland die Wahlen an. Foto: pixabay.com

Wetzlar (IDEA) – Bei der Bundestagswahl am 26. September treten 40 Parteien mit mindestens einer Landesliste an. In fünf Ländern steht die christliche Kleinpartei „Bündnis C“ zur Wahl. Sollte man eine solche Partei unterstützen? Dazu äußern sich zwei engagierte Christen in einem Pro und Kontra für die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar).

Pro: Bündnis C vertritt christliche Werte

Für die Wahl der christlichen Kleinpartei plädiert Oliver Langenfurth (Düsseldorf), Projektspezialist bei einem DAX-notierten Konzern. Er ist Mitinitiator der Plattform „Christen für Deutschland“, einer Zweitstimmenkampagne für die Partei „Bündnis C“.

Wie er schreibt, stellen sich eine Vielzahl von großen und kleinen Parteien zur Wahl: „Sucht man jedoch nach christlichen Werten, findet man diese in den Parteiprogrammen kaum bis gar nicht mehr. Die ‚Pandemie‘, Rassismusdebatten und Klimaschutzszenarien scheinen alles zu überlagern.“

Langenfurth ruft dazu auf, sich Mitmenschen zu suchen, „die die Liebe Gottes aktiv transportieren möchten auf allen Ebenen, auch politisch“. Es lohne sich, die Partei zu wählen, „die die christlichen Werte, die Gott in seinem Wort der Bibel beschreibt“ – und sei sie noch so klein.

Kontra: Jede Stimme für eine christliche Kleinpartei ist verloren

Gegen die Wahl einer Kleinpartei wendet sich dagegen der frühere Politikbeauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz in Berlin, Wolfgang Baake (Wetzlar). Er verweist auf das Wahlsystem. Eine Partei, die nur in fünf Bundesländern antrete, habe keine Chance, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen. Eine Ausnahme sei die CSU in Bayern, die erfahrungsgemäß viele Direktmandate holen werde.

„Jede Stimme für eine christliche Kleinpartei ist eine doppelt verlorene Stimme“, so Baake. Zum einen nutze diese Stimme niemanden, denn die Partei habe keine Chance, in den Bundestag zu kommen. Zum anderen fehlten diese Stimmen der Partei, die man bisher gewählt habe. Man ermögliche damit Parteien die Möglichkeit zur Regierungsbildung, „die mit ihrer Politik weit entfernt sind von jeglichen christlichen Verankerungen“.

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