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Kommentar

So punkten Sie als Gemeinde auf Instagram

09.05.2022

Auf Instagram lassen sich die genauen Statistiken der Beiträge abrufen. Symbolbild: unsplash.com
Auf Instagram lassen sich die genauen Statistiken der Beiträge abrufen. Symbolbild: unsplash.com

Neben Livestreams und ZOOM-Treffen haben sich einige Gemeinden auch ein Nutzerprofil auf Instagram zugelegt. Eine Plattform, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Thomas Richter, Social Media Manager bei IDEA und Gemeindeleiter, gibt Tipps zum Umgang mit diesem sozialen Netzwerk.

Über eine Milliarde Menschen weltweit nutzen Instagram – Tendenz steigend. Auf Instagram teilen Menschen mit Hilfe von Fotos, Videos und Texten ihr Leben mit der Welt. Für viele ist es eine der wichtigsten Informationsquellen im Internet. Das muss man nicht gut finden, denn es besteht durchaus die Gefahr, dass Nutzer die Beziehung zu „echten“ Menschen im realen Leben aus den Augen verlieren. Dennoch sollten Christen die Chance ergreifen, um einer verlorenen Generation das Evangelium zu verkündigen und christliche Inhalte in den Sozialen Medien zu verbreiten. Auch IDEA nutzt seit fast einem Jahr die Plattform und ist dort mit dem Kanal „mein.idea“ vertreten.

Sei authentisch!

Mein Eindruck ist, dass Instagram vor allem auch deshalb so erfolgreich ist, weil es im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter im Ton freundlicher und persönlicher zugeht. Personen zu duzen ist normal und ermöglicht lockere Gesprächseinstiege. Verstellen Sie sich aber nicht, um besonders jugendlich zu wirken. Besser ist es, den Leuten so zu begegnen, wie Sie es im täglichen Leben auch tun würden. „Sei authentisch!“ ist meines Erachtens eines der wichtigsten Instagram-Gebote. Die Leute auf der Plattform sind nicht dumm. Sie merken, wenn man ihnen etwas vorspielt.

Reden Sie über ihren Glauben an Jesus Christus. Geben Sie sich dabei nicht als der große Glaubensheld aus,der ein perfektes Leben führt. Stehen Sie vielmehr auch zu Ihren Schwächen, und zeigen Sie auf Ihren Erlöser. Immer wieder ist von „weltlichen“ Influencern zu hören, die ihre Kanäle löschen, weil sie das „Fake-Leben“ aufInstagram nicht mehr aushalten. Sie würden es nicht schaffen, dieses Doppelleben zu führen: vor der Kamera lächeln und dahinter weinen. Wer, wenn nicht wir Christen, sollten offen und ehrlich über Schwächen berichten?

Der Apostel Paulus schreibt: „Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne“ (2. Korinther 12,9). Gleichzeitig sollten wir auch bei allen Schwächen nicht vergessen, die Freude und Fröhlichkeit zu zeigen, die wir in Jesus Christus gefunden haben, beispielsweise durch hoffnungsbringende Videobotschaften.

Inhalte wichtiger als Äußerlichkeiten

Instagram lebt von ästhetischem Design. Ein faszinierendes Naturbild hier, eine stilvolle Schriftart da. Und ja, das Auge „isst“ bekanntlich mit. Angewendet auf Instagram bedeutet dies: formschönes Design unterstreicht die inhaltlichen Aussagen. Besonders Christen haben in Sachen Grafikdesign häufig einiges aufzuholen, wenn ich mir die ein oder andere Gemeindewebsite oder den Flyer für die nächste Gemeindeveranstaltung so anschaue.

Dennoch: Wichtiger als das Äußere bleibt der Inhalt. Wenn wir unverfälscht auf Instagram unterwegs sind, können wir auch mutig und klar das Evangelium Jesu Christi verkündigen. Die junge Generation sehnt sich nach Orientierung in einer Welt, die vollkommen orientierungslos ist. Halten wir fest: Klare, gute und authentische Inhalte sind as A und O. Ein gutes Grafikdesign ist die Kür und wird die Inhalte noch attraktiver für die Nutzer machen.

Dranbleiben, aber im gesunden Maß

Zunächst empfehle ich: Legen Sie einfach los! Es gibt immer Sachen, die verbesserungswürdig sind. Übung macht den Meister. Mit jedem Post werden Sie dazulernen. Des Weiteren ist eine zielführende Planung wichtig. Instagram ist sehr dynamisch, und häufig muss man spontan handeln. Aber dennoch hilft es, vorher festzuhalten, welcher Post an welchem Tag in der Woche veröffentlicht werden soll. Es ist ratsam, die Zielgruppe, die man erreichen möchte, vor Augen zu haben, um sich bei den Posts nicht zu verzetteln.

Besonders wichtig ist bei Instagram die Interaktion mit der Community – also mit den Menschen, die Ihnen folgen. Denn es handelt sich um ein soziales Netzwerk. Dabei sollte die Kommunikation immer freundlich, entspannt und respektvoll ablaufen – auch wenn jemand pöbelt. Ein Christ, der das Evangelium Jesu Christi verkündigt, sollte immer mit Gegenwind rechnen. Der Umgang mit solchen „Pöblern“ muss individuell beurteilt werden. Es ist ratsam, auf Nachrichten zeitnah zu reagieren. Ich empfehle, täglich bei Instagram reinzuschauen, auch wenn es nur für eine Minute ist. Gleichzeitig sind Grenzen der Nutzung entscheidend: Ich nehme mir auch immer wieder bewusst Zeiten, in denen ich keinen Instagram-Zugang habe.

Sie kennen den Instagram-Kanal von IDEA noch nicht? Unter anderem diskutiert Thomas Richter bei #StammTischgespräche mit Gästen über theologische Themen. Bei dem Format #TäglichBrötchen finden Sie 60-Sekunden-Andachten. Folgen Sie uns auf: instagram.com/mein.idea

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