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Siggelkow: Bildung liegt in Deutschland im Argen

17.05.2024

Der Gründer des christlichen Kinder- und Jugendhilfswerks „Die Arche“, Pastor Bernd Siggelkow. Foto: IMAGO / Funke Foto Services
Der Gründer des christlichen Kinder- und Jugendhilfswerks „Die Arche“, Pastor Bernd Siggelkow. Foto: IMAGO / Funke Foto Services

Zwischen der zunehmenden Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen und dem Bildungsangebot in Deutschland besteht ein Zusammenhang. Diese Ansicht vertritt der Gründer des christlichen Kinder- und Jugendhilfswerks „Die Arche“, Pastor Bernd Siggelkow (Berlin). In einer am 15. Mai veröffentlichten Videobotschaft sagte er: „Wenn wir immer mehr Brennpunktschulen haben, dann müssen wir uns nicht wundern, dass es immer mehr Kinder gibt, die mit großen Herausforderungen kämpfen.“

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Zum Hintergrund: Laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS)  gab es 2023 bei Tatverdächtigen unter 14 Jahren eine Zunahme von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei den 14- bis 18-Jährigen wurde ein Anstieg um 9,5 Prozent festgestellt.

Siggelkow betonte, dass diese Gewaltbereitschaft nicht nur Jugendliche mit Fluchterfahrung betreffe, sondern auch jene, die in Deutschland geboren seien. Er kritisierte, dass die Nachwirkungen der Coronapandemie „noch nicht richtig aufgearbeitet“ worden seien.

Zur Erklärung: Die PKS legte auch dar, dass es in Folge der Corona-Maßnahmen zu erhöhten psychischen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen gekommen ist. Dies habe sich auf die Anfälligkeit zur Begehung von Straftaten ausgewirkt. Siggelkow sagte weiter:

„Wir haben jedes Jahr 50.000 Schulabgänger ohne einen Abschluss. Dagegen aber will die Bundesregierung 60.000 Menschen aus dem Ausland als Fachkräfte importieren.“ Dies zeige, so Siggelkow, dass in „unserem Land etwas im Argen liegt. Vor allem die Bildung unserer Kinder.“

Laut Siggelkow betreut „Die Arche“ in ihren Einrichtungen bundesweit täglich 10.000 Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien.

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