Menschenrechte
Shelter Now startet Nothilfe für rückkehrende Afghanen aus dem Iran
29.07.2025

Die christliche Hilfsorganisation Shelter Now hat ein Nothilfeprojekt für abgeschobene afghanische Familien in der Region Kabul gestartet. Nach eigenen Angaben erhalten rund 900 besonders von Armut gefährdete Familien mit insgesamt rund 6.300 Personen Nahrungsmittelpakete für je einen Monat. Es handelt sich Afghanen, die kürzlich aus dem Iran abgeschoben wurden.
Das Werk verweist auf Zahlen der Vereinten Nationen, denen zufolge allein im Juni 2025 über 280.000 Afghanen aus dem Iran zurückkehrten. Grund dafür seien politische Spannungen und eine Zunahme der anti-afghanischen Stimmung dort. Viele dieser Menschen seien im Iran geboren und aufgewachsen. Nun suchten sie in Kabul Sicherheit und Perspektiven.
Der deutsche Geschäftsführer von Shelter Now, Matthias Stechert (Braunschweig), erklärte dazu: „Die Menschen kommen mit leeren Händen, hungrig und verzweifelt. Ohne schnelle Hilfe drohen Unterernährung, Krankheit und soziale Not.“
Die ohnehin überlastete Hauptstadt Kabul könne die Neuankömmlinge kaum versorgen, so Stechert weiter. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 108.000 Euro. Shelter Now ist seit 1988 in Afghanistan und seit 2014 in der Autonomen Region Kurdistan (Nord-Irak) aktiv. Das Werk finanziert seine Hilfsaktionen zu einem großen Teil aus privaten Spenden.
In Afghanistan leben nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen 44,5 Millionen Menschen. Fast alle bekennen sich zum Islam, der Großteil zu dessen sunnitischem Zweig. Die Zahl der wenigen Christen ist nicht bekannt.
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