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Reformierte warnen vor Rechtsextremisten in der Kirche

25.11.2023

Die Kirchenprsäidenten Susanne Bei der Wieden. Foto: Ulf Preuß/Evangelisch-reformierte Kirche
Die Kirchenprsäidenten Susanne Bei der Wieden. Foto: Ulf Preuß/Evangelisch-reformierte Kirche

Emden (IDEA) – Die Evangelisch-reformierte Kirche warnt vor Rechtsextremisten, die Einfluss in der Kirche gewinnen wollen. Das geht aus einem Beschluss hervor, den die Synode der Landeskirche am 24. November in Emden verabschiedet hat. Darin werden Kirchengemeinden aufgerufen, bei den Gemeinderatswahlen im März 2024 Menschen, die rechtsextreme Positionen vertreten, von der Wählbarkeit zu den Gemeindegremien auszuschließen.

Rechtsextrem seien „Haltungen, die anderen Menschen die Gleichheit und Würde absprechen“. Dabei gehe es um die Diskriminierung auf Grund von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung und Behinderung. Sie sei nicht mit dem christlichen Selbstverständnis vereinbar.

In einem Vortrag berichtete der Projektleiter der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus, Henning Flad (Berlin), es gebe Versuche aus dem rechtsextremistischen politischen Spektrum, den Einfluss im kirchlichen Raum auszudehnen. Studien lieferten Anhaltspunkte, dass auch unter Kirchenmitgliedern menschenfeindliches Gedankengut durchaus verbreitet sei. Das christliche Gebot der Nächstenliebe lasse aber keinen Spielraum für die Diskriminierung und Verfolgung von Menschen.

Bei der Wieden: Diakonie und Demokratieförderung

Die Kirchenpräsidentin der reformierten Kirche, Susanne Bei der Wieden (Leer), forderte auf der Synode eine inhaltliche Neuausrichtung des kirchlichen Lebens. Eine Veränderung kirchlicher Strukturen reiche nicht aus. Die Kirche müsse Gottes Wort zeitgemäß verkündigen und sich stärker gesellschaftlich engagieren. Das sei am besten in Zusammenarbeit mit anderen Kirchen und lokalen Partnern umzusetzen, so die Kirchenpräsidentin.

Die Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung, die auf der EKD-Synode in Ulm vorgelegt wurde, habe gezeigt, dass die Kirche mit diakonischer und demokratiefördernder Arbeit hohe Wertschätzung in der Öffentlichkeit erfahre.

Außerdem rief Bei der Wieden dazu auf, „Orte der religiösen Sozialisation junger Menschen“ wie die Konfirmationsvorbereitung und den schulische Religionsunterricht zu stärken.

Die Evangelisch-reformierte Kirche hat 159.000 Mitglieder.

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