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Rachel: Politik entfremdet sich von der christlichen Botschaft

08.11.2022

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel. Foto: Privat
Der Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel. Foto: Privat

Magdeburg (IDEA) – Die Politik in Deutschland entfremdet sich immer mehr von der christlichen Botschaft. Diese Ansicht vertrat der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU/CSU, der Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel (Düren), auf der Tagung der EKD-Synode in Magdeburg.

In einem Grußwort sagte er, es gebe einen spürbaren Rückgang von christlichen Überzeugungen und Wertebindungen in Politik und Gesellschaft. Im Bundestag wachse die Zahl von Abgeordneten ohne jede Kirchenbindung. Das zeige sich unter anderem daran, dass zu den ökumenischen Andachten für die Parlamentarier in jüngster Zeit nur noch zwei oder drei Teilnehmer kämen.

Diese Entfremdung werde auch deutlich durch die Überlegungen der Bundesregierung, die Bibelverse an der Kuppel des Berliner Stadtschlosses zeitweise zu überblenden. Die Entwicklung werde mittelfristig spürbare Folgen für das Miteinander von Politik, Staat und Kirchen haben. Sie könnten sich etwa in den bevorstehenden Debatten über die Ablösung der Staatsleistungen an die beiden großen Kirchen, über die Neuregelung des assistierten Suizids und über christliche Feiertage zeigen.

Die Gesellschaft werde durch das Schwinden der christlichen Liebes- und Hoffnungsbotschaft nicht besser und humaner werden. „Wir dürfen dieser Gesellschaft die Botschaft des Evangeliums nicht schuldig bleiben“, sagte Rachel. Ihre Verkündigung sei und bleibe die wichtigste Aufgabe der Kirchen.

Die EKD-Synode tagt in Magdeburg vom 6. bis 9. November.

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