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Journalist erhält Theodor-Wolff-Preis für genderkritischen Text

24.06.2022

Der Journalist Ingo Meyer. Screenshot: YouTube/ BDZV
Der Journalist Ingo Meyer. Screenshot: YouTube/ BDZV

Berlin (IDEA) – Für einen kritischen Artikel zur Gendersprache hat der Journalist Ingo Meyer den Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Meinung“ erhalten. Die Auszeichnung wird vom „Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger“ (Berlin) verliehen.

Der Redakteur der Berliner Zeitung wurde am 22. Juni für seinen Beitrag „Das Märchen vom Gendersterntaler“ geehrt. Nach deren Angaben beschreibt Meyer darin, wie das Gendern die deutsche Sprache beschädigt und mitunter klare Aussagen unklar macht. Die Jury spricht von einem hinreißenden, mutigen Text gegen den Mainstream. Der Autor beleuchte ohne jede Polemik die Genderfrage, ein „Thema, über das gerade in jeder Redaktion hitzig diskutiert“ werde. Meyer beschreibe mit der Kraft des Arguments und der Kompetenz den „Übereifer in der Diskussion, der zu Absurditäten in der Sprache führt“.

Weitere Preisträger sind unter anderen der Journalist Johannes Böhme für eine Reportage im Süddeutsche Zeitung Magazin über fünf im Afghanistan-Krieg geehrte Soldaten und ein Digitalprojekt von Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnischer Rundschau zur Flutkatastrophe im vergangenen Jahr. Das Journalistenteam berichtete in kurzen Videos über die Zerstörungen an der Ahr, als sich das nationale Interesse längst wieder anderen Themen zugewandt hatte.

Der „Sonderpreis Pressefreiheit“ ging an das Zentrum für Pressefreiheit (Lwiw/Ukraine). Die Geehrten erhalten jeweils 6.000 Euro. Der Theodor-Wolff-Preis gilt als die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu vergeben hat. Er erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären Berliner Tageblatts, Theodor Wolff (1868–1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

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