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Pornografische Bilder: Abschließende Klärung steht noch aus

26.07.2023

Ein Schild in der Kirche warnt die Besucher vor den pornografischen Bildern. Foto: Privat
Ein Schild in der Kirche warnt die Besucher vor den pornografischen Bildern. Foto: Privat

Nürnberg (IDEA) – Die Ausstellung „Jesus liebt“ in der evangelischen Egidienkirche in Nürnberg bleibt bis zu einer abschließenden Klärung durch den Kirchenvorstand von St. Egidien und St. Sebald in den nächsten Tagen geschlossen. Das teilte das Gremium auf der Internetseite der Kirche mit.

Hintergrund: In der Kirche sind seit dem 20. Juli Bilder des Filmemachers Rosa von Praunheim unter dem Titel „Jesus liebt“ zu sehen. Die Ausstellung findet im Rahmen der „Pride Weeks“ (dt.: Wochen des Stolzes) des Christopher Street Day (CSD) statt.

Einige Bilder hängen nicht an den Kirchenwänden, sondern sind hinter einem Vorhang ausgestellt. Auf einer der Collagen dort ist zu lesen: „Ficken für den Frieden.“ Gezeigt werden mehrere nackte junge Männer, zwei von ihnen gerade beim Geschlechtsverkehr. Auf einem weiteren Bild sind masturbierende und kopulierende Männer zu sehen, einer berührt dabei Jesus. Ein Mann hat den erigierten Penis eines anderen Mannes in seinem Mund.

Wie es in der Pressemitteilung heißt, traf sich der Kirchenvorstand am 25. Juli „aufgrund der Vielzahl an Rückmeldungen“ zu einer Sondersitzung. Der geschäftsführende Pfarrer des Kirchenvorstands, Martin Brons, äußerte: „Wir stellen uns der Aufgabe, die entstandenen Verletzungen, die einzelne Bilder ausgelöst haben, ernst zu nehmen. Zugleich ist es auch unsere Aufgabe, in der weltoffenen Kulturkirche St. Egidien gesellschaftspolitisch und religiös herausfordernden künstlerischen Positionen Raum zu geben.“

Lesen Sie hier einen Kommentar von IDEA-Redaktionsleiterin Daniela Städter zu der Ausstellung.

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