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Parzany: Wer bibelfest ist, widersteht Verführungen besser

17.09.2021

Der Vorsitzende des Netzwerks Bibel und Bekenntnis, Pfarrer Ulrich Parzany. Foto: Zimpfer Photography
Der Vorsitzende des Netzwerks Bibel und Bekenntnis, Pfarrer Ulrich Parzany. Foto: Zimpfer Photography

Basel (IDEA) – Wer seine Urteilskraft durch Bibellesen schärft, kann Verführungen besser widerstehen. Diese Ansicht vertrat der Vorsitzende des Netzwerks Bibel und Bekenntnis, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), auf der „Go Conference 21“ in Basel.

Sie wurde von der christlichen Organisation „Netzwerk Schweiz“ (Aarau) und dem International Seminary of Theology and Leadership (Internationales Seminar für Theologie und Leiterschaft/Zürich) veranstaltet. Rund 250 Menschen nahmen daran teil.

Parzany ermunterte seine Zuhörer, Aussagen anhand der Bibel zu prüfen. Man müsse über ein Urteilsvermögen verfügen, das sich an der Heiligen Schrift orientiere. „Wir brauchen in unserer Zeit mündige Christen, die nicht auf jeden Senf und jede Verführung reinfallen.“

Anbetungslieder ersetzen kein Bibelstudium

Wer nur vom Gefühl her lebe, sei heute verloren. Er habe nichts gegen Anbetungslieder, so Parzany, „aber die ersetzen kein Bibelstudium“. Bei der Evangelisation könne man sehr flexibel in den Methoden sein. Beim Inhalt dürfe es jedoch keine Kompromisse geben. Parzany verwies auf den Apostel Paulus, der Maßstäbe für eine biblisch begründete Evangelisation gesetzt habe.

Den Korinthern habe er geschrieben, dass er „allen alles geworden“ (1. Kor. 9, 22) sei, um auf diese Weise wenigstens einige zu retten. Wenn es jedoch um den Inhalt der Botschaft gegangen sei, sei Paulus kompromisslos und treu gewesen. Den Galatern habe er dementsprechend geschrieben, dass jeder verflucht sei, der ein anderes Evangelium verkündige (Gal 1, 8.9). Leider sei es heute oft umgekehrt, so Parzany.

Viele Christen stritten sich darüber, wer die richtige Frömmigkeitsprägung oder musikalische Tradition habe. Doch wenn es um die Kerninhalte des Evangeliums wie Kreuzigung und Auferstehung gehe, agierten viele Theologen heute sehr flexibel und zweifelten sie sogar an.

Das „Netzwerk Schweiz“ hat zehn fest angestellte Mitarbeiter und organisiert regelmäßig evangelistische Großveranstaltungen. Grundlage der Arbeit ist die Glaubensbasis der Europäischen Evangelischen Allianz. Das 2005 gegründete Internationale Seminar Theologie und Leiterschaft bietet ein duales Theologiestudium an drei Standorten in Zürich, Thun und Freiburg im Breisgau an. Aktuell sind etwa 120 Studenten eingeschrieben. Weitere Bibelschulen sind in Albanien, Jordanien und Kenia entstanden.

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