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Ostern: Selbst die Toten sind nicht verloren

17.04.2022

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm ist der frühere EKD-Ratsvorsitzende. Foto: IDEA/ Kwerkeu
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm ist der frühere EKD-Ratsvorsitzende. Foto: IDEA/ Kwerkeu

München/Genf/Magdeburg (IDEA) – Die Auferstehung Jesu Christi macht deutlich, dass Leid und Tod nicht das letzte Wort haben. Das sagte der frühere EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), in seiner Osterbotschaft. An Ostern könne die Seele aufleben, weil die Auferstehung zeige: „Selbst die Toten, die wir beklagen, sind nicht verloren.“ Der von den Toten auferweckte Christus sei derselbe, der am Karfreitag gekreuzigt wurde und starb. Deshalb ermögliche das Fest eine Freude, die nicht auf Verdrängung beruhe.

Das Feiern von Ostern sei „nicht nur das Genießen von ein paar schönen Stunden, in denen man das Leid einfach mal vergessen kann“, sondern viel mehr. Es könne Seelen erneuern, die erschöpft seien durch die aktuellen Nachrichten von Hass, Krieg und Tod. Auch die verzweifelten Menschen in der Ukraine hätten einen Platz an diesem Osterfest, weil die Osterfreude auf der Überwindung des Todes durch Gott beruhe.

Lutherischer Weltbund: Ostern mahnt uns

Das Ratsmitglied des Lutherischen Weltbundes (LWB/Genf), Pfarrerin Karla Steilmann Franco (La Plata), erklärte in ihrer Osterbotschaft, die Auferstehung Jesu sei ein einzigartiges Ereignis, das unser Leben verändern sollte.

Jesus sei in die Welt gekommen, um den Menschen zu zeigen, wie sie humaner miteinander umgehen könnten. Der Auferstandene „mahnt uns, unsere Augen zu öffnen und ihn in unserer Umgebung und in unseren Nächsten zu erkennen. Lasst uns keine Angst haben, denn der Auferstandene ist an unserer Seite und drängt uns, uns für ein erfülltes und würdevolles Leben für alle Menschen einzusetzen.“

Kramer: Das Wunder der Liebe

Der EKD-Friedensbeauftragte, Landesbischof Friedrich Kramer (Magdeburg) erklärte in einem „Geistlichen Wort zum Osterfest“, die Auferstehung Jesu Christi stehe für „das Wunder der Liebe und das Wunder, dass sich alles zum Guten wendet“.

Kramer: „Keine Gewalt dieser Welt kann uns von dieser Liebe trennen.“ Sie sei mächtiger und kraftvoller als alles, was Menschen kennen würden. „Wenn wir dieser Liebe vertrauen, dann werden wir Teil dieses Wunders.“

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