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Nigeria: Dutzende sterben bei Anschlag auf Pfingst-Gottesdienst

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Die katholische Kirche St. Francis in Owo (Bundesstaat Ondo) im Südwesten Nigarias. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Rahaman A Yusuf
Die katholische Kirche St. Francis in Owo (Bundesstaat Ondo) im Südwesten Nigarias. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Rahaman A Yusuf

Owo (IDEA) – In Nigeria haben Attentäter am Pfingstsonntag (5. Juni) bei einem Angriff auf eine katholische Kirche mindestens 50 Menschen getötet. Das berichten mehrere lokale Medien.

In der katholischen Kirche St. Francis in Owo (Bundesstaat Ondo) im Südwesten des Landes fand gerade eine Messe statt. Die Angreifer sollen außerhalb und innerhalb des Kirchengebäudes um sich geschossen und Sprengsätze geworfen haben. Ein Vertreter der Diözese Owo wies Berichte zurück, denen zufolge Christen, darunter der Priester der Gemeinde, entführt worden seien.

Laut der Internetplattform Morning Star News ereignete sich der Anschlag morgens um 9 Uhr am Ende der Messe. Wer hinter dem Anschlag steckt, ist bislang noch unklar. Auch über die Zahl der Opfer gehen die Angaben auseinander. Der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari (Abuja) verurteilte den Anschlag als „abscheulich“. Nigeria werde sich niemals dem Bösen beugen, so Buhari.

In Nigeria ist Gewalt von Islamisten gegen Christen keine Seltenheit: Nach Angaben der nigerianischen Menschenrechtsorganisation Intersociety (Onitsha) wurden im Norden Nigerias von 2009 bis 2021 etwa zehn Millionen Menschen vertrieben und 2.000 christliche Schulen angegriffen. Nun ist zum ersten Mal auch im Süden Nigerias ein großer Anschlag verübt worden. Von den 220 Millionen Einwohnern Nigerias sind jeweils 49 Prozent Christen und Muslime.

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