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Neue christliche „Glauben“-App soll Mission erleichtern

14.07.2025

Die neue „Glauben“-App stellt Videos und Impulse eines Glaubenskurses zur Verfügung. Foto: EVLKS
Die neue „Glauben“-App stellt Videos und Impulse eines Glaubenskurses zur Verfügung. Foto: EVLKS

Die neue christliche App „Glauben“ soll der Kirche zu einem missionarischen Aufbruch verhelfen. Das erklärte der sächsische Pfarrer Justus Geilhufe (Großschirma bei Freiberg) gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Er hat die App gemeinsam mit dem Informatiker Leonard Hess (Karlsruhe) entwickelt.

Laut Geilhufe wurde sie so konzipiert, dass grundsätzlich jeder Christ einen Glaubenskurs durchführen kann – mit dem Ziel, andere Menschen zum Glauben und zur Taufe zu führen. „Viele Pfarrer sind stark belastet und schaffen es kaum, zusätzlich einen Glaubenskurs vorzubereiten.“ Die App leiste hier Abhilfe. Sie ermögliche die Durchführung eines vollständigen Glaubenskurses ohne großen Aufwand und eigne sich auch für Ehrenamtliche ohne theologische Ausbildung.

Dafür hat Geilhufe ein einfaches Konzept entwickelt: acht 15-minütige Kurzvideos kombiniert mit acht einstündigen Gruppentreffen zum anschließenden gemeinsamen Austausch. Jeder Teilnehmer soll sich vor den Treffen eine Videobotschaft ansehen. In diesen werden grundlegende christliche Themen behandelt – beispielsweise: „Wer ist Gott?“, „Was bedeutet Sünde?“, „Wer ist Jesus?“ oder „Wie werde und bleibe ich Christ?“

Am Ende jedes Videos stehen weiterführende Impulse und Gesprächsfragen, die den Austausch in den Gruppen erleichtern. Den Kurs kann Geilhufe zufolge jeder anbieten. „Es sollte aber im Vorhinein mit einem Pfarrer, der die Teilnehmer auch taufen und einen Wiedereintritt in die Kirche vollziehen kann, gesprochen werden.“

Erste große Schritte in atheistischer Gesellschaft

Mittlerweile habe sich rund um das Projekt ein Kreis von Ehrenamtlichen gebildet, der Glaubenskurse, Hauskreise, Coachings und Einkehrtage organisiere. „Wir wollen andere darin bestärken, selbst Glaubenskurse zu geben, und sie dafür sprachfähig, mutig und geistlich fit machen“, so Geilhufe.

Die Entwicklung der App habe rund ein Jahr gedauert. Sie wurde mit 6.000 Euro finanziert, je zur Hälfte durch Spenden und durch Mittel der Landeskirche. Die App ist bislang nur für Android-Geräte verfügbar, eine iOS-Version soll folgen. Langfristig soll die App dann EKD-weit eingesetzt werden.

Auch konfessionelle Erweiterungen, wie etwa eine katholische Version, seien denkbar. Zudem ist die App Teil eines größeren katechetischen Projekts zur Glaubensvermittlung. Dazu zähle auch der Podcast „Unter Heiden“, in dem Geilhufe mit der Bibelwissenschaftlerin Nina Heereman (Los Angeles) theologische Themen entlang des Kirchenjahres behandelt. „Wir möchten die atheistische Gesellschaft verwandeln und machen nun die ersten großen Schritte“, betont Geilhufe. Dafür brauche es aber weiter Spenden. Notwendig sei es auch, Stellen für Hauptamtliche einzurichten.

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