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Muslimischer Verband spendet 500 Euro für geschändete Kirche

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Ein 25-jähriger Muslim hatte Inventar und sakrale Gegenstände aus der Kirche geräumt und dabei ein Kruzifix zerstört. Foto: Privat
Ein 25-jähriger Muslim hatte Inventar und sakrale Gegenstände aus der Kirche geräumt und dabei ein Kruzifix zerstört. Foto: Privat

Nordhausen (IDEA) – Die Deutsche Muslim-Liga (DML/Springe) hat Geld zugunsten der geschändeten evangelischen Frauenbergkirche im thüringischen Nordhausen gespendet. Der Betrag soll dazu beitragen, die Restaurierung zerstörter Gegenstände zu finanzieren. Wie die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) mitteilte, übernimmt die DML den finanziellen Eigenanteil in Höhe von 500 Euro, den die Kirchengemeinde für die Restaurierung aufbringen muss.

Zum Hintergrund: Ein 25-jähriger Muslim aus Afghanistan hatte am 28. Oktober Inventar und sakrale Gegenstände aus der Kirche geräumt und dabei unter anderem ein Kruzifix zerstört. Als der Gemeindepfarrer Klemens Müller ihn zur Rede stellte, erklärte der Täter, dass er den christlichen Glauben für falsch halte und neben dem Islam keine andere Religion gelten lasse.

Am 3. November besuchten rund 40 Afghanen die Frauenbergkirche, um sich zu entschuldigen. Der Vorsitzende der DML, Belal El Mogaddedi, sagte: „Ich weiß, dass dieser Geldbetrag symbolisch und klein ist, aber die Kirchengemeinde soll nicht denken, dass Muslime hinter dieser abscheulichen Tat stehen und sie gutheißen.“ In seinen Augen ist die Tat „verwerflich“ und mit den Lehren des Islams „unvereinbar“.

Der Täter habe offensichtlich kein authentisches Wissen über den Islam, so der Vorsitzende. Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Südharz, Andreas Schwarze (Nordhausen), sagte zu der Spende: „Für mich ist diese Geste ein bewusstes Signal für einen Brückenschlag und die Bitte, den Dialog nicht abreißen zu lassen.“

Die Deutsche Muslim-Liga ist nach ihrer Satzung eine Vereinigung von Muslimen und Freunden des Islams. Deutsche Muslime hatten sie 1949 in Hamburg gegründet. Die DML versteht sich als Interessenvertretung deutschstämmiger und deutschsprachiger Muslime.

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